FG051 Gründungsmanagement

Gründerkultur an der Universität als Maßnahme und Lehre

Carolin Bock
Carolin Bock
Gründungsmanagement TU Darmstadt Website

Obwohl Deutschland eine ausgeprägte Wirtschaftsnation ist, die von unternehmerischem Handeln und Mut lebt, wird das Thema Gründung hierzulande immer noch skeptisch und zurückhaltend beäugt. Risikobereitschaft ist nicht so ausgeprägt wie beispielsweise in den USA. Und: Wir haben keine etablierte Kultur des Scheiterns. Doch gerade weil Entrepreneure/ Gründer der Volkswirtschaft innovative Impulse verleihen können und Arbeitsplätze schaffen, gibt es immer mehr Initiativen, die die Idee des Gründens populärer machen wollen.

Mit seinem „Gründungsradar“ nimmt der Stifterverband regelmäßig die Gründungskultur an Hochschulen in den Blick. Im Fokus der Studie steht die Frage, wie Hochschulen die Gründung von Unternehmen fördern - durch Gründungssensibilisierung und -unterstützung sowie durch institutionelle Verankerung einer nachhaltigen Gründungskultur.

Wir sprechen deshalb in dieser Folge mit Carolin Bock. Sie kümmert sich an der TU Darmstadt um das Thema Gründungsmanagement. Ihre Professur war Teil des Konzepts, mit dem sich die Uni 2013 erfolgreich für ein Gründerprogramm des Bundes bewarb. Auch beim Gründungsradar präsentiert sich die TU Darmstadt mit klar aufsteigender Linie: Grund genug also, bei Carolin Bock mal nachzufragen, wie Gründungsberatung, -lehre und -forschung in die Kultur einer Hochschule implementiert werden können.

3 Gedanken zu „FG051 Gründungsmanagement

  1. Sehr schöne Sendung, ich finde schade das solche Bereiche an Hochschulen in Deutschland bisher nicht häufiger angeboten werden.

    Sehr schön fand ich auch den Versprecher von Tim @00:19:10, dass Deutschland ein sehr Mittelständisch geprägtes Unternehmen sei. (BRD GmbH confirmed?)

  2. Sehr harmonisches Gespräch. Es klang beinahe so, als könnte (und sollte!) Frau Bock bald einen eigenen Podcast bei der Metaebene beginnen, und Herr Pritlove in Darmstadt ein Seminar in Sachen Gründungsmanagement ausrichten.

    Zu Mikrokrediten gab es bei den Mikroökonomen, Folge 21, ein schönes Gespräch mit Barbara Bohr. Daraus nahm ich für mich mit, dass Mikrokredite zwar am Ende auch nur Kredite sind, mit allen Schattenseiten, sie aber im Sinne einer Infrastruktur-Entwicklung dazu beitragen, in bestimmten Regionen überhaupt erst einen Bankensektor zu erschaffen.
    http://mikrooekonomen.de/2016/10/21/mikro-021-mikrokredite-mit-barbara-bohr/

    Und wie so oft fragte ich mich, ob ein Bedingungsloses Grundeinkommen die zur Sprache gekommene alte Leier von „nach dem Studium aber zuvorderst mal Miete und Essen bezahlen können!“ endgültig ablösen würde, oder die Menschen hierzulande dann noch risiko-averser würden. Genauer: Inwieweit sich der deutsche Mindset wandeln würde, bezüglich des gefühlten Widerstreits von low-status-potenziell-prekär-darum-gefährlich-Entrepreneurship, versus high-status-cradle-to-grave-Festanstellung-beim-Daimler. Denn der ebenfalls genannte Endgegner „auf der Straße leben müssen“ als Menetekel und scheinbar inhärentem Berufsrisiko von Entrepreneurship wäre dann neutralisiert.

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