FG058 Fischerei

Über die Bedeutung der Fischerei für die Ernährung und den Umweltschutz

Christopher Zimmermann
Christopher Zimmermann

Christopher Zimmermann ist Fischereibiologe und Meereswissenschaftler und leitet das Thünen-Institut für Ostseefischerei in Rostock. Zudem lehrt er an der dortigen Universität. Regelmäßig berät er Bund und Länder, warnt vor Überdüngung und Versauerung und empfiehlt Fangquoten für die Ostseefische – nach wissenschaftlichen Kriterien. Und er vertritt Deutschland im Internationalen Rat für Meeresforschung.

Das Arbeitsgebiet des Thünen-Instituts ist die Ostsee: das größte Brackwassergebiet der Erde. Durch den geringen Salzgehalt ist ihre marine Fauna artenarm. Auch die Fischerei ist zwar vielfältig, aber einfach strukturiert. Die kleine Küstenfischerei prägt die meist strukturschwachen Küstenregionen der Anrainerstaaten. Dank dieser Charakteristika wird die Ostsee zum idealen Testgebiet für neue Ansätze zur Datenerhebung und zum Fischereimanagement.

Wir sprechen mit Christopher Zimmermann über nachhaltige Fischerei und ausgeklügelte Fangtechniken, die besonderen Umweltbedingungen in der Ostsee und über die Fallstricke der wissenschaftlichen Politikberatung.

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3 Gedanken zu „FG058 Fischerei

  1. Eine sehr spannende Folge, mit erfreulich positiven Nachrichten! Eine kurze Anmerkung und eine lange Frage:

    1) Die erwähnte App für Fischer scheint https://play.google.com/store/apps/details?id=anchorlab.mofi zu sein.

    2) Zum 13./”Politik”-Kapitel: Dass Wissenschaftler*innen Entscheidungen lieber nicht selbst treffen wollen, weil dafür ja nur die Politiker*innen legitimiert seien, ist nachvollziehbar. Allerdings sehen wir doch in bestimmten Politikbereichen immer mal wieder, dass Entscheidungen aus nicht wissenschaftlich begründbaren Motiven getroffen werden (oder eben nicht, oder der Wille zur Umsetzung fehlt, etc.). Daher stellt sich IMHO die Frage, welche demokratische Legitimation wir vielleicht den existierenden, Politik-beratenden Expert*innen geben sollten, _damit_ sie guten Gewissens die wissenschaftlichen Schlussfolgerungen auch in Handlungsentscheidungen umsetzen (können / sich trauen)? Hierzu würde mich Dr. Zimmermanns Meinung sehr interessieren.

    Vielleicht Institutsdirektor*innen, -Professor*innen, etc. wählen lassen, wie z.B. Bundesrichter*innen (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesrichter_(Deutschland)#Wahl)? Oder regelmäßige Aussprache im Parlament ansetzen? Oder in Kombination mit Volksentscheidungen die Expert*innen die Wahloptionen schreiben lassen?

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