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NOTE
Podcast: Forschergeist
Episode: FG093 Solarstrom für Mieter
Publishing Date: 2022-04-12T15:24:05+02:00
Podcast URL: https://forschergeist.de
Episode URL: https://forschergeist.de/podcast/fg093-solarstrom-fuer-mieter/

00:00:42.401 --> 00:00:46.700
<v Tim Pritlove>Hallo und herzlich willkommen zu Forschergeist, dem Podcast des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft.

00:00:46.701 --> 00:00:52.300
<v Tim Pritlove>Mein Name ist Tim Pritlove und ich begrüße alle zur 93. Ausgabe unserer Gesprächsreihe,

00:00:52.301 --> 00:00:58.100
<v Tim Pritlove>in der wir uns viel mit Wissenschaft beschäftigen und womit sich die Wissenschaft sich so beschäftigt.

00:00:58.101 --> 00:01:02.600
<v Tim Pritlove>Und manchmal beschäftigt sich die Wissenschaft auch mit Dingen, auf die man vielleicht gar nicht sofort gekommen wäre.

00:01:02.601 --> 00:01:06.000
<v Tim Pritlove>So ein Thema haben wir uns heute herausgesucht.

00:01:06.001 --> 00:01:11.000
<v Tim Pritlove>Genauer wollen wir über die Energiewende sprechen unter einem bestimmten Aspekt,

00:01:11.001 --> 00:01:17.600
<v Tim Pritlove>konkret die Energiewende, wie sich denn vor allem im urbanen Raum realisieren lässt.

00:01:17.601 --> 00:01:25.200
<v Tim Pritlove>Ja, und tauchen dort ein und dafür begrüße ich erst mal meine Gesprächspartnerin heute, nämlich Andrea Rumler, schönen guten Tag.

00:01:25.201 --> 00:01:27.600
<v Andrea Rumler>Guten Tag, freut mich.

00:01:27.601 --> 00:01:33.100
<v Tim Pritlove>Frau Rumler, Sie sind Professorin dann der Fachhochschule der HWR in Berlin.

00:01:33.101 --> 00:01:41.300
<v Tim Pritlove>Das ist die Hochschule für Wirtschaft und Recht, was ich schon mal eine ganz interessante Kombination finde.

00:01:41.301 --> 00:01:46.700
<v Tim Pritlove>Und sind dort Leiterin des Projekts Mieterstrom plus, das wollen wir heute mal ein bisschen auseinandernehmen

00:01:46.701 --> 00:01:50.700
<v Tim Pritlove>und gucken, was dabei so herausgekommen ist.

00:01:50.701 --> 00:01:58.900
<v Tim Pritlove>Ja, vielleicht mal so zu Ihnen erst mal, wie sind Sie denn da gelandet in dieser speziellen Position?

00:01:58.901 --> 00:02:09.700
<v Tim Pritlove>Man muss dazu sagen, also Ihre Aufgabe sind so Themen wie Online Marketing, Social Media, Compliance Thematiken, internationales Marketing.

00:02:09.701 --> 00:02:17.400
<v Tim Pritlove>Klingt ja auch alles erst mal gar nicht so nach Wissenschaft, wenn man mal so ganz einfach drauf blickt.

00:02:17.401 --> 00:02:22.900
<v Tim Pritlove>Was ist das für eine Kombination, wie hat sich denn das bei Ihnen ergeben?

00:02:22.901 --> 00:02:27.400
<v Andrea Rumler>Dann fange ich mal sozusagen am Beginn meiner Karriere an und erzähl mal ein bisschen,

00:02:27.401 --> 00:02:30.900
<v Andrea Rumler>was ich so im Laufe meines bisherigen Lebens gemacht habe.

00:02:30.901 --> 00:02:31.600
<v Tim Pritlove>Mhm /bejahend/

00:02:31.601 --> 00:02:36.900
<v Andrea Rumler>Ich springe doch mal von hinten, ich bin jetzt schon fast 25 Jahre Marketing Professorin,

00:02:36.901 --> 00:02:40.600
<v Andrea Rumler>ungefähr zehn an der Hochschule für Wirtschaft und Recht, der HWR.

00:02:40.601 --> 00:02:45.700
<v Andrea Rumler>Davor war ich an der HTW auch in in Berlin.

00:02:45.701 --> 00:02:53.700
<v Andrea Rumler>Und ich habe, da ich ja Professorin für Betriebswirtschaft bin, auch mal Betriebswirtschaft studiert vor vielen vielen Jahren in München und in Köln.

00:02:53.701 --> 00:02:58.000
<v Andrea Rumler>Und habe danach mal vorsichtshalber promoviert, weil ich so jung war und dachte,

00:02:58.001 --> 00:03:00.600
<v Andrea Rumler>wer weiß, wofür es im Leben noch mal gut ist.

00:03:00.601 --> 00:03:03.300
<v Andrea Rumler>Professorin wollte ich natürlich nie werden, ist ja klar.

00:03:03.301 --> 00:03:05.100
<v Tim Pritlove>Langweilig.

00:03:05.101 --> 00:03:07.200
<v Andrea Rumler>Langweilig, genau.

00:03:07.201 --> 00:03:12.000
<v Andrea Rumler>So, also die Promotion hatte ich hinter mir und habe mich auf die Suche nach einem Arbeitgeber gemacht

00:03:12.001 --> 00:03:16.800
<v Andrea Rumler>und bin bei Bertelsmann gelandet, der Verlagsgruppe Bertelsmann in München damals.

00:03:16.801 --> 00:03:23.000
<v Andrea Rumler>Also der Hauptsitz in Bertelsmann in Gütersloh, denke ich, weiß der eine oder die andere auch.

00:03:23.001 --> 00:03:27.000
<v Andrea Rumler>Ich war in München und für internationale Verlage zuständig.

00:03:27.001 --> 00:03:29.500
<v Andrea Rumler>In meinem Fall für Fachinformationen.

00:03:29.501 --> 00:03:34.500
<v Andrea Rumler>Da war ich erst Geschäftsführungsassistentin, dann Marketingleiterin.

00:03:34.501 --> 00:03:41.500
<v Andrea Rumler>Wollte aber gerne einen Verlag leiten, das wollten die damals aber nicht einer Frau anvertrauen.

00:03:41.501 --> 00:03:45.400
<v Andrea Rumler>Das ist schon bisschen her, ich hoffe, die Situation ist heute besser im Unternehmen.

00:03:45.401 --> 00:03:51.600
<v Andrea Rumler>Und dann habe ich überlegt, was möchte ich noch so machen im Leben und habe gesagt, einmal in den USA leben.

00:03:51.601 --> 00:04:00.600
<v Andrea Rumler>So, ich habe viele Verwandte da, war viel da und habe gesagt, wann wenn nicht jetzt.

00:04:00.601 --> 00:04:05.200
<v Andrea Rumler>Habe überlegt, was könnte ich anderes berufliches machen und habe einfach mal,

00:04:05.201 --> 00:04:09.700
<v Andrea Rumler>damals gab es das Internet ja noch nicht, da wäre es viel einfacher gewesen, in den Zeitungen geblättert

00:04:09.701 --> 00:04:16.300
<v Andrea Rumler>und ein Angebot eines französischen Möbelhauses gesehen, Möbelherstellers Linie Rosé(?).

00:04:16.301 --> 00:04:22.100
<v Andrea Rumler>Die schrieben, wir suchen Leute, Deutsche für die USA, um uns zu vertreten.

00:04:22.101 --> 00:04:25.900
<v Andrea Rumler>Mit meinem damaligen Freund und späteren Mann haben wir die dann kontaktiert

00:04:25.901 --> 00:04:32.000
<v Andrea Rumler>und ich springe mal, wir sind nach New York gezogen und haben da deren Möbelladen übernommen

00:04:32.001 --> 00:04:35.500
<v Andrea Rumler>und uns auf die Suche nach neuen Möbelhäusern gemacht.

00:04:35.501 --> 00:04:40.700
<v Andrea Rumler>So, das lief auch eine Zeit lang sehr gut, dann sind wir aber wieder nach Deutschland zurück gekommen.

00:04:40.701 --> 00:04:45.600
<v Andrea Rumler>Ich habe Kinder bekommen und dann war die Frage, was mache ich jetzt beruflich mit zwei kleinen Kindern

00:04:45.601 --> 00:04:48.600
<v Andrea Rumler>oder schon nach Kind Nummer eins habe ich überlegt, was ich mache

00:04:48.601 --> 00:04:54.200
<v Andrea Rumler>und habe mich dann auf eine Professur beworben und auf eine andere und relativ schnell hat das auch geklappt.

00:04:54.201 --> 00:05:02.700
<v Andrea Rumler>So und dann sind wir wieder bei dem, was ich seit 25 Jahren mache, nämlich ich unterrichte Marketing im Studiengang Betriebswirtschaft.

00:05:02.701 --> 00:05:05.100
<v Tim Pritlove>Wobei die erste Professur war dann bei der HTW Berlin?

00:05:05.101 --> 00:05:06.700
<v Andrea Rumler>Die erste Professur war, wie gesagt, 15 Jahre lang…

00:05:06.701 --> 00:05:09.300
<v Tim Pritlove>Hochschule für Technik und Wirtschaft.

00:05:09.301 --> 00:05:13.100
<v Andrea Rumler>Bei der Hochschule für Technik und Wirtschaft, genau.

00:05:13.101 --> 00:05:19.500
<v Andrea Rumler>Und da ich irgendwann dachte, 30 Jahre bei derselben Hochschule oder 35 Jahre halte ich nicht durch,

00:05:19.501 --> 00:05:25.800
<v Andrea Rumler>habe ich dann mal einen mutigen Wechsel von Karlshorst nach Schöneberg unternommen.

00:05:25.801 --> 00:05:28.700
<v Tim Pritlove>Okay.

00:05:28.701 --> 00:05:33.700
<v Tim Pritlove>Da muss ich dann natürlich mal fragen, was macht denn diese Hochschule genau?

00:05:33.701 --> 00:05:36.600
<v Tim Pritlove>Also Wirtschaft und Recht, das andere Technik und Wirtschaft,

00:05:36.601 --> 00:05:42.000
<v Tim Pritlove>da ist halt überall die Wirtschaft drin, da passt natürlich das Marketing wunderbar mit rein.

00:05:42.001 --> 00:05:48.200
<v Tim Pritlove>Wie lange ist denn schon Marketing wirklich auch so ein Forschungsgebiet?

00:05:48.201 --> 00:05:50.700
<v Andrea Rumler>Da muss man USA und Deutschland unterscheiden.

00:05:50.701 --> 00:05:54.600
<v Andrea Rumler>Die Amerikaner sind uns ja bei der ein oder anderen Sache so ein bisschen voraus,

00:05:54.601 --> 00:05:57.700
<v Andrea Rumler>so auch beim Thema Marketing.

00:05:57.701 --> 00:06:03.800
<v Andrea Rumler>Da gibt es den Begriff eigentlich schon, naja vielleicht nicht fast 100 Jahre, aber ich würde mal sagen,

00:06:03.801 --> 00:06:06.900
<v Andrea Rumler>doch relativ schnell nach dem zweiten Weltkrieg wurde das populärer.

00:06:06.901 --> 00:06:11.300
<v Andrea Rumler>Ein paar Sachen, so was wie Produktmanagement sind eher mal Richtung 80 Jahre.

00:06:11.301 --> 00:06:17.900
<v Andrea Rumler>In Deutschland hat das Marketing aber eigentlich erst in den 60er Jahren sozusagen gestartet und abgehoben.

00:06:17.901 --> 00:06:23.200
<v Andrea Rumler>Und hieß damals auch meistens noch nicht Marketing, sondern Vertrieb

00:06:23.201 --> 00:06:27.700
<v Andrea Rumler>und noch in den 80er Jahren gab es eine Reihe großer deutscher Unternehmen, die sagten,

00:06:27.701 --> 00:06:32.900
<v Andrea Rumler>so was böses wie Marketing brauchen wir gar nicht, aber auch die haben heute Marketingabteilungen,

00:06:32.901 --> 00:06:42.900
<v Andrea Rumler>in denen sich die Leute letztlich damit beschäftigen, was die Kunden denn gerne hätten.

00:06:42.901 --> 00:06:45.300
<v Tim Pritlove>Ändert sich jetzt so die Diskussion in der Hinsicht?

00:06:45.301 --> 00:06:48.700
<v Tim Pritlove>Also ich meine, die USA haben ja ein ganz anderes Verhältnis zu Ihrer Wirtschaft so.

00:06:48.701 --> 00:06:54.900
<v Tim Pritlove>Also die Privatwirtschaft, das ist dann auch sehr viel mehr Teil der Kultur, habe ich immer so den Eindruck.

00:06:54.901 --> 00:07:04.900
<v Tim Pritlove>So dieses Wirtschaft durchzuführen, selber wirtschaftlich zu denken, ist in gewisser Hinsicht so ein bisschen normal.

00:07:04.901 --> 00:07:15.600
<v Tim Pritlove>Also so dieses Scheitern auch als Option so, während Deutschland ja immer sehr viel mehr von so einem Sicherheitsdenken vielleicht geleitet ist.

00:07:15.601 --> 00:07:28.400
<v Tim Pritlove>Und sagen wir mal zum Beispiel, universitäre Karrieren eher sozusagen gewürdigt werden und einen gewissen gesellschaftlichen Status haben

00:07:28.401 --> 00:07:32.900
<v Tim Pritlove>als das jetzt vielleicht mit so einem Startup-Denken verknüpft ist.

00:07:32.901 --> 00:07:36.500
<v Tim Pritlove>Das ändert sich sicherlich auch ein bisschen.

00:07:36.501 --> 00:07:40.800
<v Tim Pritlove>Inwiefern hat das dann einen Einfluss auf so einen Forschungsbereich?

00:07:40.801 --> 00:07:46.200
<v Andrea Rumler>Ich würde mal sagen, dadurch, dass die USA in dem Bereich tatsächlich anders ticken,

00:07:46.201 --> 00:07:51.500
<v Andrea Rumler>wenn man mal ganz weit ausholt würde ich sagen, ist das letztlich auch den Kalvinismus geprägt,

00:07:51.501 --> 00:07:57.300
<v Andrea Rumler>dass das Thema wirtschaftlicher Erfolg so wichtig ist in den USA.

00:07:57.301 --> 00:08:06.500
<v Andrea Rumler>Also der American Dream heißt ja nicht, ich werde Beamter, sondern ich werde Multimultimillionär und habe ein Unternehmen.

00:08:06.501 --> 00:08:12.700
<v Andrea Rumler>Während in Deutschland, ich glaube, ich habe neulich eine Untersuchung gesehen, wievielte Hochschulabsolventen Beamter werden wollen,

00:08:12.701 --> 00:08:15.600
<v Andrea Rumler>das hat mich ja als Beamtin fast erschreckt wie viele das sind.

00:08:15.601 --> 00:08:19.600
<v Tim Pritlove>Was war die Zahl, alle?

00:08:19.601 --> 00:08:21.800
<v Andrea Rumler>Nein, Gott sei Dank nicht.

00:08:21.801 --> 00:08:28.800
<v Andrea Rumler>Startups sind ja inzwischen bei uns auch cool, aber trotzdem ist die Bereitschaft, ins kalte Wasser zu springen

00:08:28.801 --> 00:08:34.700
<v Andrea Rumler>und genau wie Sie gesagt haben, auch mal zu scheitern und dann zu sagen, egal, ich versuche es noch mal,

00:08:34.701 --> 00:08:41.300
<v Andrea Rumler>bei uns nicht so hoch, was eben tatsächlich, denke ich, auch mit dem ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis

00:08:41.301 --> 00:08:47.800
<v Andrea Rumler>und der sehr geringen Akzeptanz von neuem in Deutschland zu tun hat.

00:08:47.801 --> 00:08:51.800
<v Andrea Rumler>Von daher hat es Marketing in den USA schon immer viel einfacher gehabt.

00:08:51.801 --> 00:08:58.700
<v Andrea Rumler>Was allerdings dann auch so zu, ich würde es mal, Auswüchse, nennen, von Marketing.

00:08:58.701 --> 00:09:01.600
<v Andrea Rumler>Die sind in den USA sicherlich weitergegangen als bei uns.

00:09:01.601 --> 00:09:09.600
<v Andrea Rumler>Also das, was man aus Verbrauchersicht sagen würde, was letztlich an Betrug oder Übervorteilung Grenzen könnte.

00:09:09.601 --> 00:09:12.800
<v Andrea Rumler>Aber das ist ja nicht die Kernidee des Marketings.

00:09:12.801 --> 00:09:16.200
<v Tim Pritlove>Ja und sicherlich auch nicht der Kern Ihrer Forschung.

00:09:16.201 --> 00:09:17.100
<v Andrea Rumler>Nein, in keiner Weise.

00:09:17.101 --> 00:09:21.500
<v Tim Pritlove>Und Sie werden auch nicht von den Kollegen gedisst oder so, so nach dem Motto, oh da kommt wieder das Marketing, lass mal gehen.

00:09:21.501 --> 00:09:26.400
<v Andrea Rumler>Nein, /lacht/.

00:09:26.401 --> 00:09:27.700
<v Tim Pritlove>Es hat seine Rolle im ganzen System.

00:09:27.701 --> 00:09:28.300
<v Andrea Rumler>Ja.

00:09:28.301 --> 00:09:29.200
<v Tim Pritlove>Wie ist denn Hochschule so aufgestellt?

00:09:29.201 --> 00:09:33.900
<v Tim Pritlove>Also Hochschule für Wirtschaft und Recht ist ja eine Fusion, die vor ein paar Jahren stattgefunden hat,

00:09:33.901 --> 00:09:43.000
<v Tim Pritlove>2009, glaube ich, aus einer rechtsorientierten Hochschule und einer wirtschaftsorientierten Hochschule, die sich zusammengetan haben.

00:09:43.001 --> 00:09:48.700
<v Tim Pritlove>War das nur so, alleine können wir nicht überleben, lass mal gemeinsam gehen

00:09:48.701 --> 00:09:54.000
<v Tim Pritlove>oder war das auch in gewisser Hinsicht eine Erkenntnis, dass diese beiden Themenbereiche gut zusammenpassen?

00:09:54.001 --> 00:09:59.200
<v Andrea Rumler>Also a) würde ich tatsächlich, ich war zu der Zeit noch nicht an der HWR, sondern an der HTW.

00:09:59.201 --> 00:10:04.300
<v Andrea Rumler>Und wenn ich auch noch mal aushole, wir haben in Berlin drei ähnlich große Fachhochschulen,

00:10:04.301 --> 00:10:08.500
<v Andrea Rumler>die inzwischen nicht mehr Fachhochschulen, sondern Hochschulen genannt werden.

00:10:08.501 --> 00:10:14.600
<v Andrea Rumler>Also es gab in dem Zug sozusagen diese Zusammenschlüsse der Hochschulen, die sind neu sortiert worden.

00:10:14.601 --> 00:10:15.600
<v Andrea Rumler>Und die Hochschulen sind ähnlich groß.

00:10:15.601 --> 00:10:22.700
<v Andrea Rumler>Und bei der HWR, der Kern HWR, die Wirtschaft war, die damals FHW, Fachhochschule für Wirtschaft hieß,

00:10:22.701 --> 00:10:27.100
<v Andrea Rumler>bot es sich tatsächlich an, sozusagen noch eine andere Hochschule anzudocken.

00:10:27.101 --> 00:10:34.400
<v Andrea Rumler>Diese beiden Standorte gibt es auch heute noch, die sind in Lichtenberg und Schöneberg und sind ziemlich weit voneinander entfernt.

00:10:34.401 --> 00:10:42.100
<v Andrea Rumler>Und außer der Hochschulleitung und vielleicht, weiß ich nicht, zehn Profs fahren im Jahr relativ wenige Leute hin und her.

00:10:42.101 --> 00:10:51.200
<v Andrea Rumler>Also es ist wie es ist, es sind zwei doch nebeneinander existierende Universen, so etwas.

00:10:51.201 --> 00:10:54.800
<v Andrea Rumler>Auch was das Studium angeht, aber das finde ich nicht schlimm.

00:10:54.801 --> 00:10:58.400
<v Andrea Rumler>Und das Thema Recht ist auch am Standort Schöneberg, wo ich ja bin, vertreten.

00:10:58.401 --> 00:11:01.400
<v Andrea Rumler>Wir haben Studiengänge Wirtschaftsrecht zum Beispiel.

00:11:01.401 --> 00:11:06.900
<v Andrea Rumler>In der betriebswirtschaftlichen Ausbildung ist Recht immer Pflichtbestandteil.

00:11:06.901 --> 00:11:13.200
<v Andrea Rumler>Wir haben auf jeden Fall immer zwei juristische Module, die die Studierenden machen müssen.

00:11:13.201 --> 00:11:20.500
<v Andrea Rumler>Und da ja der klassische Jurastudiengang immer noch mit Staatsexamen endet und nicht auf Bachelor und Master umgestellt ist

00:11:20.501 --> 00:11:24.000
<v Andrea Rumler>und ausschließlich an Universitäten unterrichtet ist, denke ich, bietet sich das an.

00:11:24.001 --> 00:11:30.600
<v Andrea Rumler>Auch die HTW hat im Übrigen einen nicht ganz kleinen Fachbereich von Juristen.

00:11:30.601 --> 00:11:34.300
<v Tim Pritlove>Ich frage natürlich vor allem deshalb, weil gerade jetzt in dem Thema, was wir besprechen,

00:11:34.301 --> 00:11:38.500
<v Tim Pritlove>das Recht jetzt auch nicht eine untergeordnete Rolle spielt, sage ich mal,

00:11:38.501 --> 00:11:42.100
<v Tim Pritlove>es geht ja um die Energiewende in der Stadt.

00:11:42.101 --> 00:11:48.000
<v Tim Pritlove>Energiewende, glaube ich, das ist das Gute, muss man jetzt mittlerweile gar nicht mehr groß argumentieren,

00:11:48.001 --> 00:11:53.000
<v Tim Pritlove>dass die erforderlich ist, das ist jetzt auf dem Weg.

00:11:53.001 --> 00:12:03.200
<v Tim Pritlove>Mit unterschiedlichen Beschleunigungsfaktoren natürlich, und abgesehen von der Energieerzeugung so auf dem großen Level,

00:12:03.201 --> 00:12:11.400
<v Tim Pritlove>also Kraftwerke etc., auf welche Technologien setzen wir da, Ausbau von Windenergie etc. pp.

00:12:11.401 --> 00:12:18.900
<v Tim Pritlove>hat in den letzten Jahren ja auch diese ganze Debatte Energieerzeugung in zunehmendem Maße an Bedeutung gewonnen.

00:12:18.901 --> 00:12:23.200
<v Tim Pritlove>Und da spielt natürlich vor allem die Solarenergie eine Rolle, weil sie auf der einen Seite eben sehr billig geworden ist

00:12:23.201 --> 00:12:28.300
<v Tim Pritlove>und auf der anderen Seite halt auch sehr kleinflächig zum Einsatz kommen kann.

00:12:28.301 --> 00:12:34.400
<v Tim Pritlove>Die kann man überall mal irgendwo so dazwischen schieben und da macht auch das Kleinvieh Mist sozusagen.

00:12:34.401 --> 00:12:40.100
<v Tim Pritlove>Während man das halt so mit einer Windanlage, die stellt man sich halt mal nicht eben in den Hinterhof,

00:12:40.101 --> 00:12:44.400
<v Tim Pritlove>weil die halt auch nicht ausreichend effizient wäre, wenn sie eben nicht sehr groß ist.

00:12:44.401 --> 00:12:47.300
<v Tim Pritlove>Hier spielt also die Größe keine Rolle.

00:12:47.301 --> 00:12:57.600
<v Tim Pritlove>Dieses Thema beschäftigt ja auch die HTW und dieses Projekt, was ich jetzt gerade schon angesprochen hatte, Mieterstrom plus, das Sie leiten,

00:12:57.601 --> 00:13:03.200
<v Tim Pritlove>machen Sie ja auch in Zusammenarbeit mit der HTW und dort konkret in Zusammenarbeit mit Volker Quaschning,

00:13:03.201 --> 00:13:07.200
<v Tim Pritlove>der hier vor vier Jahren auch schon mal zu Gast war, da haben wir auch über die Energiewende an sich gesprochen,

00:13:07.201 --> 00:13:11.800
<v Tim Pritlove>über die Notwendigkeit und all das.

00:13:11.801 --> 00:13:18.600
<v Tim Pritlove>Wie kam es zu diesem Projekt und was ist das Ziel dieser ganzen Aktivität?

00:13:18.601 --> 00:13:24.400
<v Andrea Rumler>Also das Projekt, die Idee zum Projekt kommt von Volker Quaschning, der mich kontaktiert hat vor,

00:13:24.401 --> 00:13:30.400
<v Andrea Rumler>ach weiß ich schon gar nicht mehr, drei Jahren vielleicht und gesagt hat, wollen wir nicht gemeinsam was machen?

00:13:30.401 --> 00:13:34.000
<v Andrea Rumler>Ich beschäftige mich mit den erneuerbaren Engeren.

00:13:34.001 --> 00:13:38.000
<v Andrea Rumler>Es gibt was neues, ein neues Konzept, was Mieterstrom heißt.

00:13:38.001 --> 00:13:43.200
<v Andrea Rumler>Ich wusste damals noch gar nicht, was das ist, da kommen wir ja gleich drauf, was damit gemeint ist.

00:13:43.201 --> 00:13:47.400
<v Andrea Rumler>Wollen wir das nicht näher zusammen untersuchen?

00:13:47.401 --> 00:13:55.400
<v Andrea Rumler>Denn Mieterstromprojekte laufen an und wir stellen fest, die Mieter nehmen die nicht in dem Maße an, wie wir das gedacht haben.

00:13:55.401 --> 00:13:59.100
<v Andrea Rumler>Wir brauchen also jemanden mit der Fachrichtung Marketing an Bord, der versucht zu verstehen,

00:13:59.101 --> 00:14:01.900
<v Andrea Rumler>wie die Mieter denken.

00:14:01.901 --> 00:14:08.300
<v Tim Pritlove>Also Mieterstrom heißt im Prinzip, man erzeugt seinen eigenen Strom als Mieter oder da wo man wohnt.

00:14:08.301 --> 00:14:17.700
<v Andrea Rumler>Auf dem Haus, da wo, also jetzt zu, was ist Mieterstrom, auf Mietshäusern werden Solaranlagen gebaut

00:14:17.701 --> 00:14:25.000
<v Andrea Rumler>und der Solarstrom wird direkt im Haus verbraucht, der darf auch nicht eingespeist oder weitergeleitet werden bislang.

00:14:25.001 --> 00:14:28.500
<v Andrea Rumler>Das ist Mieterstrom.

00:14:28.501 --> 00:14:34.300
<v Andrea Rumler>Und jemand, natürlich stellt nicht jeder einzelne Mieter mal eben seine Solaranlage aufs Dach oder auf den Balkon,

00:14:34.301 --> 00:14:41.600
<v Andrea Rumler>sondern das wird von den Wohnungsbaugesellschaften oder den Besitzern erst mal angestoßen

00:14:41.601 --> 00:14:46.300
<v Andrea Rumler>und dann braucht man eine Betreibergesellschaft, also einen Stromanbieter.

00:14:46.301 --> 00:14:57.300
<v Andrea Rumler>Unser Projektpartner zum Beispiel sind die Berliner Stadtwerke, die eben eine ganze Reihe von Mieterstromprojukten in Berlin schon haben.

00:14:57.301 --> 00:15:03.500
<v Tim Pritlove>Okay. Und das lief also schon eine Weile an und dann hat man gemerkt, weil aber keiner haben?

00:15:03.501 --> 00:15:14.200
<v Andrea Rumler>Keiner würde ich jetzt auch nicht sagen, aber auf jeden Fall blieb die Beteiligung der Mieter am Mieterstromprojekt unter den Erwartungen.

00:15:14.201 --> 00:15:15.900
<v Andrea Rumler>Sagen wir mal so.

00:15:15.901 --> 00:15:21.400
<v Andrea Rumler>Und bisher ist das ja so, es wird eine Anlage auf meinem Mietshaus gebaut

00:15:21.401 --> 00:15:25.100
<v Andrea Rumler>und dann habe ich vielleicht, ich mache es jetzt mal ganz simpel, einen Zettel im Briefkasten,

00:15:25.101 --> 00:15:29.300
<v Andrea Rumler>möchten Sie auf Mieterstrom wechseln?

00:15:29.301 --> 00:15:37.100
<v Andrea Rumler>So und die meisten Leute sehen den Zettel, legen ihn irgendwo hin und irgendwann landet er im Papierkorb.

00:15:37.101 --> 00:15:41.000
<v Andrea Rumler>Und es war wie gesagt eine zähe Sache, die Mieter dazu zu bringen, sich daran zu beteiligen

00:15:41.001 --> 00:15:48.700
<v Andrea Rumler>und auch die Stadtwerke wollten eben gerne wissen, was können wir machen, um mehr Mieter mit an Bord zu holen

00:15:48.701 --> 00:15:54.100
<v Andrea Rumler>und auch ganz allgemein, wie sehen denn die Mieter überhaupt das Thema Mieterstrom?

00:15:54.101 --> 00:15:57.100
<v Andrea Rumler>Finden die das gut, Solaranlagen auf dem Dach zu haben, ja oder nein.

00:15:57.101 --> 00:16:03.200
<v Tim Pritlove>Ich meine, wenn ich mir jetzt so überlege, ich wäre jetzt ein Mieter in so einem großen Mietshaus, bin ich auch,

00:16:03.201 --> 00:16:10.800
<v Tim Pritlove>aber vielleicht nicht in so einem ganz großen, wie jetzt hier, glaube ich, im Fokus erst mal steht.

00:16:10.801 --> 00:16:14.300
<v Tim Pritlove>Könnte es mir ja erst mal ziemlich egal sein als Mieter, mir gehört ja das Haus nicht,

00:16:14.301 --> 00:16:20.300
<v Tim Pritlove>ich habe ja eh nicht viele zu sagen, ich muss eigentlich nur meine Miete zahlen und damit hat sich das alles erledigt

00:16:20.301 --> 00:16:24.300
<v Tim Pritlove>und wenn der Wasserhahn nicht funktioniert so, dann rufe ich den Vermieter an.

00:16:24.301 --> 00:16:30.200
<v Tim Pritlove>Also ist ja eigentlich eher eine Vermietergeschichte, warum heißt das nicht Vermieterstrom plus?

00:16:30.201 --> 00:16:33.500
<v Andrea Rumler>Gute Frage.

00:16:33.501 --> 00:16:38.600
<v Tim Pritlove>Sind das nicht die ersten Ansprechpartner an der Stelle und können die nicht einfach entscheiden was sie wollen,

00:16:38.601 --> 00:16:41.100
<v Tim Pritlove>inwiefern müssen dann denn die Mieter überhaupt mitgenommen werden?

00:16:41.101 --> 00:16:52.000
<v Andrea Rumler>Naja, wir haben ja in Deutschland schon die rechtliche Situation auch, dass ich als Mieter aussuche, von wem ich meinen Strom beziehe.

00:16:52.001 --> 00:16:52.200
<v Andrea Rumler>Richtig?

00:16:52.201 --> 00:16:52.900
<v Tim Pritlove>Ja.

00:16:52.901 --> 00:16:59.400
<v Andrea Rumler>Also Sie als Mieter, andere Mieter können sagen, ich mache gar nichts, ich bin im Grundversorgungstarif,

00:16:59.401 --> 00:17:06.600
<v Andrea Rumler>ich kümmere mich nicht drum oder ich suche im Internet oder sonst wo einen Anbieter, der preiswerter ist,

00:17:06.601 --> 00:17:13.300
<v Andrea Rumler>ich lege Wert auf Ökostrom und beziehe den und eventuell, wenn ich in einem solchen Projekt wohne,

00:17:13.301 --> 00:17:19.100
<v Andrea Rumler>kann ich auch den direkt auf dem Dach gewonnenen Strom beziehen.

00:17:19.101 --> 00:17:26.900
<v Andrea Rumler>Das muss aber erst mal, dann muss ich eben erst mal einen Vermieter haben, der bereit ist, sich durch das bürokratischen Dickicht,

00:17:26.901 --> 00:17:31.900
<v Andrea Rumler>würde ich es mal nennen, was den Mieterstrom leider noch umgibt.

00:17:31.901 --> 00:17:41.400
<v Andrea Rumler>Ich hoffe mal, dass die neue Regierung jetzt da Schneisen reinschlägt, dass es einfacher ist, auch für die Betreiber, das zu machen.

00:17:41.401 --> 00:17:50.100
<v Andrea Rumler>Aber sobald der Vermieter das anbietet, haben dann die Mieter die Option und die können ja oder nein sagen.

00:17:50.101 --> 00:17:54.900
<v Tim Pritlove>Ja okay, das leuchtet natürlich ein, obwohl man sich irgendwie auch in so einer idealen Welt vorstellen würde,

00:17:54.901 --> 00:18:01.900
<v Tim Pritlove>naja, wenn das Haus selber sowieso schon Strom erzeugt, warum habe ich dann nicht einfach nur weniger Kosten

00:18:01.901 --> 00:18:06.100
<v Tim Pritlove>und ziehe den Rest halt irgendwie aus dem Netz, was die eigene Anlage nicht schafft so,

00:18:06.101 --> 00:18:09.600
<v Tim Pritlove>das wäre ja eigentlich das einfachste da, da müsste ich mich ja gar nicht groß zu äußern,

00:18:09.601 --> 00:18:15.900
<v Tim Pritlove>weil es ja letzten Endes bedeutet, ich wohne da, ich miete da, ich beziehe da meinen Strom aus der Steckdose

00:18:15.901 --> 00:18:24.500
<v Tim Pritlove>und wenn die Steckdose entscheidet, dass ja schon genug vor Ort ist, dann muss ich halt weniger bezahlen,

00:18:24.501 --> 00:18:28.800
<v Tim Pritlove>das wäre ja sozusagen die ideale Welt, aber das ist halt rechtlich nicht so.

00:18:28.801 --> 00:18:36.800
<v Andrea Rumler>Das springt gleich auf eine unserer Empfehlungen, also das was wir, ehrlich gesagt, nicht weiter überraschend rausgefunden haben,

00:18:36.801 --> 00:18:42.700
<v Andrea Rumler>das wäre die optimale Situation, dazu müssten die rechtlichen Rahmenbedingungen aber erst mal geändert werden,

00:18:42.701 --> 00:18:48.100
<v Andrea Rumler>dass, wenn ich eine Mieterstromanlage habe im Haus, dass das erst mal der Normalfall ist,

00:18:48.101 --> 00:18:53.400
<v Andrea Rumler>dass daher mein Strom kommt und dass ich sozusagen opt out, nennt sich das,

00:18:53.401 --> 00:18:57.300
<v Andrea Rumler>nur wenn ich das nicht möchte, ich dann zu jemand anderem wechsle.

00:18:57.301 --> 00:19:04.400
<v Andrea Rumler>Aber das sozusagen eine Voreinstellung ist, wenn ich mich nicht weiter mit dem Thema beschäftigen will

00:19:04.401 --> 00:19:10.500
<v Andrea Rumler>und das ist ja gleich, wenn man sagt, wie tickt denn die Mieterin und der Mieter, ist das eine wichtige Sache,

00:19:10.501 --> 00:19:18.600
<v Andrea Rumler>die Leute haben viele andere Sachen um die Ohren und Strom ist jetzt nicht das aufregendste und sexyste Produkt, was wir so kennen,

00:19:18.601 --> 00:19:23.900
<v Andrea Rumler>womit ich mich gerne und stundenlang beschäftige, sondern das ist so was, muss ich eben machen,

00:19:23.901 --> 00:19:27.500
<v Andrea Rumler>aber schön finde ich es nicht und ich kann es auch nicht anfassen

00:19:27.501 --> 00:19:35.100
<v Andrea Rumler>und ich sehe auch keinen Unterschied zwischen Ökostrom oder Strom aus einem Atomkraftwerk,

00:19:35.101 --> 00:19:40.800
<v Andrea Rumler>also von daher ist die Bereitschaft der Leute, sich mit dem Thema zu beschäftigen recht beschränkt.

00:19:40.801 --> 00:19:44.800
<v Andrea Rumler>Und je einfacher man es den Mietern macht, desto besser.

00:19:44.801 --> 00:19:53.400
<v Tim Pritlove>Das ist so der alte Witz, mir ist es egal, wo die anderen ihren Strom her beziehen, meiner kommt aus der Steckdose.

00:19:53.401 --> 00:19:59.400
<v Tim Pritlove>Da ist sicherlich was dran und für manche spielt dann vielleicht auch nur der Preis letzten Endes eine Rolle,

00:19:59.401 --> 00:20:05.100
<v Tim Pritlove>für andere ist es halt auch wichtiger zu wissen, wo es herkommt und das muss man in irgendeiner Form zusammenbringen.

00:20:05.101 --> 00:20:11.600
<v Tim Pritlove>Aber vielleicht ordnen wir doch mal so ein bisschen die rechtliche Situation auch erst mal ein.

00:20:11.601 --> 00:20:19.700
<v Tim Pritlove>Wenn ich jetzt als Mieter vielleicht das mir durchaus wünschen würde, dass so etwas passiert,

00:20:19.701 --> 00:20:27.800
<v Tim Pritlove>weil ich generell am Fortschreiten der Energiewende ein Interesse habe, was ist denn jetzt quasi derzeit so der rechtliche Rahmen,

00:20:27.801 --> 00:20:36.100
<v Tim Pritlove>in dem sich halt auch ein Vermieter letzten Endes oder ein Hauseigentümer letzten Endes bewegt?

00:20:36.101 --> 00:20:44.100
<v Tim Pritlove>Also was sind denn die Probleme, was ist denn der Ausgangspunkt derzeit, an dem man startet?

00:20:44.101 --> 00:20:51.100
<v Andrea Rumler>Wir machen mal die Perspektive, die einzelne Mieterin, der Mieter möchte gerne eine Solaranlage auf dem Dach haben,

00:20:51.101 --> 00:20:56.400
<v Andrea Rumler>wäre der Ansprechpartner die Vermietungsgesellschaft oder vielleicht ja auch Einzelpersonen.

00:20:56.401 --> 00:21:05.900
<v Andrea Rumler>Und die müssten wie gesagt die Antragsbürokratie hinter sich bringen und einen Betreiberpartner finden,

00:21:05.901 --> 00:21:10.300
<v Andrea Rumler>das ist nicht das Problem, also die Partner sind da.

00:21:10.301 --> 00:21:16.800
<v Andrea Rumler>Das Problem, weshalb viele Vermieter, also es gibt zwei Probleme, weshalb die Vermieter und Vermieterinnen eher zögerlich sind,

00:21:16.801 --> 00:21:24.200
<v Andrea Rumler>das ist einmal das schon genannte Bürokratiethema und das zweite, dass es wirtschaftlich sehr grenzwertig ist,

00:21:24.201 --> 00:21:28.100
<v Andrea Rumler>also es ist schwer, die Anlage wirtschaftlich zu betreiben.

00:21:28.101 --> 00:21:32.900
<v Andrea Rumler>Was eben unter anderem auch an dieser schon erwähnten Tatsache liegt,

00:21:32.901 --> 00:21:40.100
<v Andrea Rumler>dass man im Vorhinein so schlecht abschätzen kann, wieviele Mieter sich tatsächlich für den Mieterstrom entscheiden.

00:21:40.101 --> 00:21:48.400
<v Andrea Rumler>Wenn es da eine größere Sicherheit gäbe, denke ich, wäre das Projekt für die Vermieter auch deutlich attraktiver.

00:21:48.401 --> 00:21:53.000
<v Andrea Rumler>Und wenn man jetzt mal auf die Mieterebene geht, kann man natürlich die Leute nur dazu aufrufen zu sagen,

00:21:53.001 --> 00:21:57.200
<v Andrea Rumler>fragt doch mal eure Vermieter.

00:21:57.201 --> 00:22:00.800
<v Andrea Rumler>Es müssen im Übrigen, Sie hatten ja eben gesagt, große Häuser, es müssen gar nicht unbedingt so,

00:22:00.801 --> 00:22:07.800
<v Andrea Rumler>so viele, weiß ich nicht, Wolkenkratzer, Wohnwolkenkratzer gibt es in Berlin ja nun wahrlich nicht.

00:22:07.801 --> 00:22:12.500
<v Tim Pritlove>Nein, aber es gibt natürlich Häuser, wo, was weiß ich, der Dachstuhl auch ausgebaut ist,

00:22:12.501 --> 00:22:17.300
<v Tim Pritlove>von anderen Mietern mit genutzt wird, wo dann einfach auch gar nicht mehr so viel Dachfläche vielleicht da ist oder so.

00:22:17.301 --> 00:22:19.900
<v Andrea Rumler>Ja, das ist richtig und das Haus muss ja auch…

00:22:19.901 --> 00:22:21.800
<v Tim Pritlove>Baulich geeignet sein.

00:22:21.801 --> 00:22:30.300
<v Andrea Rumler>Muss baulich geeignet sein, wir müssen eine Dachausrichtung haben, die mit Solarstrom gut funktioniert.

00:22:30.301 --> 00:22:34.300
<v Andrea Rumler>Also vielleicht eben nicht alles nach Norden, nicht verschattet, was auch immer, also es muss möglich sein.

00:22:34.301 --> 00:22:41.200
<v Andrea Rumler>Das Potenzial ist aber groß in Berlin und auch in Deutschland.

00:22:41.201 --> 00:22:45.700
<v Tim Pritlove>Das weiß man, weil man das schon mal ausgerechnet hat?

00:22:45.701 --> 00:22:54.100
<v Andrea Rumler>Der Projektpartner, die HTW, ist zumindest für Berlin sozusagen in der Endphase daran, dazu einen Überblick sich zu verschaffen.

00:22:54.101 --> 00:23:01.400
<v Andrea Rumler>Und wie gesagt, ich weiß die Zahl jetzt nicht auswendig, aber es ist eine große Zahl der Mietshäuser, die dafür infrage kommt.

00:23:01.401 --> 00:23:03.600
<v Andrea Rumler>Also das ist nicht der Engpass.

00:23:03.601 --> 00:23:06.000
<v Andrea Rumler>Die Engpässe hatte ich schon gesagt.

00:23:06.001 --> 00:23:10.100
<v Andrea Rumler>Und wie gesagt, wenn jetzt die Bürokratie einfacher gemacht würde,

00:23:10.101 --> 00:23:17.100
<v Andrea Rumler>es gibt eine ganze Reihe von wirklich engagierten auch Einzelbesitzerinnen und -besitzern von Häusern,

00:23:17.101 --> 00:23:24.000
<v Andrea Rumler>die sagen, super, möchte ich gerne machen und die dann frustriert durch die Bürokratie aufgeben, das sollte es ja nicht geben.

00:23:24.001 --> 00:23:24.700
<v Tim Pritlove>Ja.

00:23:24.701 --> 00:23:30.500
<v Andrea Rumler>Das war aber nicht der Fokus unseres Projektes, sondern wir haben uns wie gesagt mit den Mietern beschäftigt.

00:23:30.501 --> 00:23:35.400
<v Tim Pritlove>Genau, um einfach mal die eigentliche Frage zu beantworten, warum laufen die uns nicht die Tür ein.

00:23:35.401 --> 00:23:40.300
<v Andrea Rumler>Warum wollen die denn nicht, genau, warum sind die so zögerlich?

00:23:40.301 --> 00:23:43.000
<v Tim Pritlove>Ja, und wie geht man an so was heran?

00:23:43.001 --> 00:23:50.400
<v Andrea Rumler>Also wie geht man an so was heran, man überlegt vorher natürlich erst mal, wie wollen wir die denn befragen?

00:23:50.401 --> 00:23:57.100
<v Andrea Rumler>Und wir hatten uns so überlegt, dass wir erst mal in die Quartiere gehen, wo schon Mieterstrom ist und da mit den Leuten reden,

00:23:57.101 --> 00:24:01.200
<v Andrea Rumler>die einmal Mieterstrom beziehen und dann mit den Leuten reden, die keinen beziehen.

00:24:01.201 --> 00:24:08.300
<v Andrea Rumler>Ich hatte vor meinem geistigen Auge auch persönliche Interviews, als das geplant wurde.

00:24:08.301 --> 00:24:18.700
<v Andrea Rumler>So, geplant wurde das Ganze kurz vor Corona und wir sind mit dem Projekt so richtig zum 01. März 2020 gestartet,

00:24:18.701 --> 00:24:21.800
<v Andrea Rumler>also komplett parallel mit Corona.

00:24:21.801 --> 00:24:25.600
<v Andrea Rumler>Ich habe meine wissenschaftliche Mitarbeiterin noch beim Bewerbungsgespräch persönlich kennengelernt

00:24:25.601 --> 00:24:30.000
<v Andrea Rumler>und dann haben wir ein Jahr alles in Zoom gemacht.

00:24:30.001 --> 00:24:36.300
<v Andrea Rumler>Und auch unsere Marktforschung ist dann natürlich online gegangen und wir haben eben überlegt,

00:24:36.301 --> 00:24:42.300
<v Andrea Rumler>wir hatten vorher gedacht, dass wir persönliche Interviews machen, weil es ja nicht so leicht ist,

00:24:42.301 --> 00:24:47.400
<v Andrea Rumler>an die Leute zu kommen und vielleicht auch nicht die Mieter in den Projekten unbedingt so technikaffin sind

00:24:47.401 --> 00:24:53.100
<v Andrea Rumler>und wir Bene wirklich einen breiten Querschnitt durch die wohnenden Mieter haben wollten.

00:24:53.101 --> 00:24:56.000
<v Andrea Rumler>Aber wir mussten eben wie gesagt umplanen, das ging auch,

00:24:56.001 --> 00:25:05.000
<v Andrea Rumler>wir haben mit Hilfe von einem großen Trupp engagierter Studierenden Zettel ausgehängt in einer ganzen Reihe von Wohnblocks,

00:25:05.001 --> 00:25:10.100
<v Andrea Rumler>haben jedem was in den Briefkasten geschmissen und gesagt, wir suchen Interviewpartner

00:25:10.101 --> 00:25:14.700
<v Andrea Rumler>und haben eben gedacht, wenn wir das Ganze während der Corona-Lockdown-Zeit machen,

00:25:14.701 --> 00:25:19.400
<v Andrea Rumler>haben die Leute vielleicht auch ein bisschen mehr Zeit und haben Lust uns anzurufen.

00:25:19.401 --> 00:25:22.800
<v Andrea Rumler>Wir hatten also einen Anrufbeantworter geschaltet und hatten auch ein Handy,

00:25:22.801 --> 00:25:26.700
<v Andrea Rumler>was die wissenschaftliche Mitarbeiterin immer mit sich rumgetragen hat,

00:25:26.701 --> 00:25:30.700
<v Andrea Rumler>wenn jemand angerufen hat und dann haben wir Interviewtermine ausgemacht.

00:25:30.701 --> 00:25:34.000
<v Andrea Rumler>Also wir haben Telefon- und Onlineinterviews gemacht.

00:25:34.001 --> 00:25:40.500
<v Andrea Rumler>Online für die Leute, die technikaffig genug waren, das zu machen, aber es gab auch eine ganze Reihe von Leuten,

00:25:40.501 --> 00:25:45.400
<v Andrea Rumler>die gesagt haben, ich möchte das lieber am Telefon machen, im Internet geht das nicht so gut.

00:25:45.401 --> 00:25:46.900
<v Andrea Rumler>So, das war Phase 1.

00:25:46.901 --> 00:25:53.600
<v Andrea Rumler>Wie gesagt, geplant war das eigentlich mal anders, aber ich denke, das war von den Ergebnissen her jetzt auch nicht so furchtbar unterschiedlich.

00:25:53.601 --> 00:26:00.800
<v Andrea Rumler>Und nachdem wir das gemacht haben, wir haben so knapp 200 Leute interviewt auf diesem Weg,

00:26:00.801 --> 00:26:06.000
<v Andrea Rumler>haben wir, das war auch von Anfang an geplant, gesagt, wir schieben noch qualitative Interviews nach.

00:26:06.001 --> 00:26:08.900
<v Andrea Rumler>Also längere Gespräche, so was wie wir gerade machen.

00:26:08.901 --> 00:26:14.300
<v Andrea Rumler>Also wo es nur einen losen Gesprächsleitfaden gibt und wo wir die Leute mal erzählen lassen,

00:26:14.301 --> 00:26:15.500
<v Andrea Rumler>was ihnen so im Kopf rumgeht.

00:26:15.501 --> 00:26:20.300
<v Andrea Rumler>Das haben wir im Frühjahr des letzten Jahres gemacht.

00:26:20.301 --> 00:26:24.500
<v Andrea Rumler>Da war dann Corona-Lockdown, habe ich vergessen, Nummer 3 oder so was.

00:26:24.501 --> 00:26:31.100
<v Andrea Rumler>Also musste das ganze auch wieder komplett elektronisch sein und wir haben das einmal auch über Telefon angeboten,

00:26:31.101 --> 00:26:37.500
<v Andrea Rumler>aber auch über eine Videoplattform, über Zoom und haben 18 Gespräche geführt,

00:26:37.501 --> 00:26:43.500
<v Andrea Rumler>längere Gespräche, so Durchschnittsdauer so anderthalb bis zwei Stunden, haben die aufgezeichnet

00:26:43.501 --> 00:26:45.900
<v Andrea Rumler>und hinterher systematisch ausgewertet.

00:26:45.901 --> 00:26:49.700
<v Andrea Rumler>Das war also unser Erhebungsteil.

00:26:49.701 --> 00:26:57.100
<v Tim Pritlove>Also und vor allem auch eher weniger Gesprächsteilnehmer, also kleines n, aber dafür sehr viel umfangreicher abgeklopft.

00:26:57.101 --> 00:27:06.200
<v Andrea Rumler>Sehr viel umfangreicher und wir wollten ja auch so was wie Bedenken,

00:27:06.201 --> 00:27:12.000
<v Andrea Rumler>verborgene Bedenken, Sachen, die den Leuten nicht gleich so in den Kopf kommen,

00:27:12.001 --> 00:27:15.200
<v Andrea Rumler>sondern die erst, wenn man ein bisschen weiter bohrt, dann rauskommen.

00:27:15.201 --> 00:27:18.000
<v Tim Pritlove>Da kommt man mit so fünf Multiple-Choice-Fragen nicht weit.

00:27:18.001 --> 00:27:25.800
<v Andrea Rumler>Das geht eben wie gesagt mit einer Online-Befragung, selbst wenn man die auch telefonisch parallel macht, geht das nicht.

00:27:25.801 --> 00:27:32.400
<v Andrea Rumler>Die Ergebnisse waren aber jetzt nicht… überraschenderweise gingen die in eine ähnliche Richtung.

00:27:32.401 --> 00:27:36.400
<v Andrea Rumler>Also die haben wir nur noch mal sozusagen zum Crosscheck genommen, um zu sehen,

00:27:36.401 --> 00:27:44.300
<v Andrea Rumler>ob das auch die Ergebnisse, die wir aus der Befragung hatten, tatsächlich dem standhalten der zweiten Befragung.

00:27:44.301 --> 00:27:49.300
<v Andrea Rumler>Und wir habe noch eine ganze Reihe von ausführlicheren Statements gefunden, weil wir wollen ja eigentlich…

00:27:49.301 --> 00:27:57.200
<v Andrea Rumler>Also meine persönliche, also der Part der Marketingleute in dem Projekt sozusagen, meine Ausgangshypothese war,

00:27:57.201 --> 00:28:05.200
<v Andrea Rumler>es ist mehr die Kommunikation mit den Mietern, als dass es tatsächlich Bedenken zum Produkt Mieterstrom sind.

00:28:05.201 --> 00:28:08.400
<v Andrea Rumler>Und das hat die Untersuchung deutlich bestätigt.

00:28:08.401 --> 00:28:12.100
<v Tim Pritlove>Das war schon die erste Antwort auf meine Frage, die ich noch gerade einschieben wollte,

00:28:12.101 --> 00:28:19.700
<v Tim Pritlove>wie geht man denn da jetzt ran, mal jetzt mal von der Wissenschaft her, von der Methodik her,

00:28:19.701 --> 00:28:25.900
<v Tim Pritlove>man weiß, okay, wir werden jetzt nur so und so viele Gelegenheiten überhaupt haben, ein Gespräch zu führen,

00:28:25.901 --> 00:28:31.500
<v Tim Pritlove>dann investieren zwei, drei Stunden und werden noch mal viel mehr Stunden damit verbringen,

00:28:31.501 --> 00:28:37.800
<v Tim Pritlove>die dann auch auszuwerten, da ist es dann natürlich extrem wichtig, dass man auch vorher weiß,

00:28:37.801 --> 00:28:39.900
<v Tim Pritlove>okay, was wollen wir eigentlich genau fragen?

00:28:39.901 --> 00:28:44.900
<v Tim Pritlove>Weil kann ja auch sein, dass man dann am Ende feststellt, okay die Hälfte der Fragen hätten wir uns sparen können

00:28:44.901 --> 00:28:50.100
<v Tim Pritlove>bzw. da kriegen wir jetzt überhaupt gar keine nennenswerte Information raus

00:28:50.101 --> 00:28:54.400
<v Tim Pritlove>oder noch schlimmer, das hätten wir mal fragen sollen, haben wir aber jetzt nicht, jetzt stehen wir schön doof da.

00:28:54.401 --> 00:28:57.600
<v Tim Pritlove>Wie macht man das methodisch?

00:28:57.601 --> 00:29:03.800
<v Tim Pritlove>Gut, ich meine, klar Erfahrung kann hier schon mal eine Menge helfen, aber so vom Ansatz her,

00:29:03.801 --> 00:29:10.600
<v Tim Pritlove>wie entwickelt man so einen Fragenkatalog oder wie entwickelt man einen Dialogansatz, sage ich mal,

00:29:10.601 --> 00:29:15.300
<v Tim Pritlove>um dann auch die Ergebnisse zu bekommen, die man haben möchte?

00:29:15.301 --> 00:29:19.800
<v Andrea Rumler>Also die Antwort auf Ihre eigentliche Frage, wie macht man das methodisch, ist, man macht Pretests,

00:29:19.801 --> 00:29:22.900
<v Andrea Rumler>einen oder mehrere Pretests.

00:29:22.901 --> 00:29:27.100
<v Andrea Rumler>Also man macht Probedurchläufe, das haben wir bei beidem gemacht,

00:29:27.101 --> 00:29:31.000
<v Andrea Rumler>bei den qualitativen Interviews als auch bei den qualitativen.

00:29:31.001 --> 00:29:39.200
<v Andrea Rumler>Und das ist auch ganz wichtig, also dass man das testet und guckt, hakt es irgendwo,

00:29:39.201 --> 00:29:45.300
<v Andrea Rumler>also das haben wir rauf und runter gemacht, bevor wir damit sozusagen wirklich losgezogen sind.

00:29:45.301 --> 00:29:48.700
<v Tim Pritlove>Rauf und runter heißt so wie lange oder wie oft?

00:29:48.701 --> 00:29:52.000
<v Andrea Rumler>Bis man merkt, es sitzt.

00:29:52.001 --> 00:29:53.000
<v Andrea Rumler>Das kommt ja drauf an…

00:29:53.001 --> 00:29:55.400
<v Tim Pritlove>Dreimal, zehnmal, hundertmal?

00:29:55.401 --> 00:29:59.300
<v Andrea Rumler>Wir sind jetzt bei den qualitativen eher mal so was wie zehnmal.

00:29:59.301 --> 00:30:04.400
<v Andrea Rumler>Bei diesen Tiefeninterviews, also den qualitativen Gesprächen macht man keine zehn Probeinterviews,

00:30:04.401 --> 00:30:07.700
<v Andrea Rumler>da macht man vielleicht so was wie zwei bis drei.

00:30:07.701 --> 00:30:12.800
<v Andrea Rumler>Es kommt aber ja wie gesagt auch darauf an, wie gut die Ausgangssachen sind, die man sich überlegt hat.

00:30:12.801 --> 00:30:17.500
<v Andrea Rumler>Es gibt noch eine methodische Antwort, was man macht, also außer dass man sagt, man testet vorher,

00:30:17.501 --> 00:30:19.400
<v Andrea Rumler>wie gut das ist, was ich gemacht habe.

00:30:19.401 --> 00:30:25.200
<v Andrea Rumler>Die zweite Antwort lautet, ich denke mir nicht alles alleine aus, sondern ich gucke,

00:30:25.201 --> 00:30:31.000
<v Andrea Rumler>ob die Sachen, die ich fragen will, schon mal woanders und in anderem Zusammenhang gefragt worden sind.

00:30:31.001 --> 00:30:33.100
<v Andrea Rumler>Ich mach mal ein Beispiel.

00:30:33.101 --> 00:30:38.200
<v Andrea Rumler>Also in unserer qualitativen Untersuchung der Online- und Telefonbefragung, der ersten,

00:30:38.201 --> 00:30:42.500
<v Andrea Rumler>haben wir Skalen zur Messung von Umweltbewusstsein benutzt.

00:30:42.501 --> 00:30:50.600
<v Andrea Rumler>Die haben wir uns nicht selber ausgedacht, sondern die sind von anderen Wissenschaftlern entwickelt worden und auch geprüft worden,

00:30:50.601 --> 00:30:55.700
<v Andrea Rumler>ob die, man muss ja auch gucken, wird überhaupt das gemessen, was wir messen wollen, mit dem was wir da machen.

00:30:55.701 --> 00:31:04.300
<v Andrea Rumler>Also zum Beispiel das Item Umweltbewusstsein und haben wie gesagt solche Skalen eben übernommen

00:31:04.301 --> 00:31:08.500
<v Andrea Rumler>und nicht selbst angefangen, uns was auszudenken.

00:31:08.501 --> 00:31:09.800
<v Tim Pritlove>Was fragt man da so?

00:31:09.801 --> 00:31:17.000
<v Tim Pritlove>Weil Sie jetzt hier mein Umweltbewusstsein mal abklopfen wollen würden, was wären dann so die Fragen, wie man das rauskriegt?

00:31:17.001 --> 00:31:22.200
<v Andrea Rumler>Also auswendig weiß ich die Items nicht, aber solche Sachen…

00:31:22.201 --> 00:31:22.200
<v Tim Pritlove>Pi mal Daumen.

00:31:22.201 --> 00:31:30.000
<v Andrea Rumler>… so was wie Verhalten, recyceln Sie, machen Sie sich Gedanken über die Umwelt, ist Ihnen die Umwelt wichtig?

00:31:30.001 --> 00:31:36.400
<v Andrea Rumler>Grundsätzlich wichtig, wollen Sie aktiv dazu beitragen?

00:31:36.401 --> 00:31:39.900
<v Andrea Rumler>Also da gibt es so eine Batterie, also so eine Liste von Statements, dann misst man eben,

00:31:39.901 --> 00:31:47.300
<v Andrea Rumler>wie sehr die Leute zustimmen, von gar nicht zustimmen bis stimme vollkommne überein.

00:31:47.301 --> 00:31:50.500
<v Andrea Rumler>Und letztlich kann man dann einen Mittelwert daraus machen.

00:31:50.501 --> 00:31:55.200
<v Andrea Rumler>Und wir haben ja Mieterstromkunden und Nichtkunden verglichen.

00:31:55.201 --> 00:31:58.700
<v Andrea Rumler>Wir wollten ja wissen, wo ist der Unterschied und dann wollten wir auch wissen,

00:31:58.701 --> 00:32:04.500
<v Andrea Rumler>was denken denn die Nichtkundinnen und -kunden, und wie können wir die vielleicht rüberholen?

00:32:04.501 --> 00:32:08.500
<v Andrea Rumler>Und zum Beispiel war eins unserer Ergebnisse auch wieder nicht sehr überraschend,

00:32:08.501 --> 00:32:13.700
<v Andrea Rumler>die Leute, die jetzt schon Mieterstrom beziehen, haben ein deutlich höheres Umweltbewusstsein.

00:32:13.701 --> 00:32:19.800
<v Andrea Rumler>Wie gesagt, gemessen mit diesen Skalen, die es in dem Fall vom Bundesumweltministerium mal entwickelt worden, als die Nichtbezieher.

00:32:19.801 --> 00:32:24.500
<v Tim Pritlove>Nicht überraschend, klar, aber auch das ist ja eine Information.

00:32:24.501 --> 00:32:25.200
<v Andrea Rumler>Ja.

00:32:25.201 --> 00:32:33.900
<v Tim Pritlove>Weil das heißt ja dann, okay wir haben zumindest nicht gleich bei der ersten Frage schon eine Situation, mit der wir gar nicht gerechnet haben.

00:32:33.901 --> 00:32:37.100
<v Tim Pritlove>Und so was könnte ja darauf hinweisen, dass man einfach falsch misst so.

00:32:37.101 --> 00:32:39.700
<v Andrea Rumler>Ja, also alles andere wäre jetzt überraschend gewesen.

00:32:39.701 --> 00:32:44.200
<v Andrea Rumler>Und vielleicht sage ich jetzt schon mal ein zweites Ergebnis und das, finde ich, ist eins de sehr erfreulichen Ergebnisse,

00:32:44.201 --> 00:32:53.000
<v Andrea Rumler>die Leute, die bisher nicht Mieterstrom beziehen, sind größtenteils stehen die sehr positiv dem Konzept gegenüber.

00:32:53.001 --> 00:32:57.700
<v Andrea Rumler>Es ist gar nicht so, dass die sagen, das finden wir total doof und wir wollen keine Solarpanels auf dem Dach,

00:32:57.701 --> 00:33:02.800
<v Andrea Rumler>sondern so was wie zwei Drittel bis Dreiviertel davon können sich entweder sehr gut

00:33:02.801 --> 00:33:08.200
<v Andrea Rumler>oder zumindest so ein bisschen vorstellen, auch Mieterstrom zu beziehen.

00:33:08.201 --> 00:33:12.600
<v Andrea Rumler>Es gibt nur eine ganz kleine Gruppe von Leuten, die sagt, das wollen wir nicht.

00:33:12.601 --> 00:33:15.800
<v Tim Pritlove>Also sie haben eigentlich das Tanzkostüm schon an, aber sind noch von niemandem gefragt worden, ob man auch tanzen möchte.

00:33:15.801 --> 00:33:17.700
<v Andrea Rumler>Ja.

00:33:17.701 --> 00:33:20.000
<v Tim Pritlove>Verstehe.

00:33:20.001 --> 00:33:24.800
<v Tim Pritlove>Ich meine, das klingt immer so ein bisschen einfach so, wir haben ein paar Fragen gestellt und dann gibt es so ein paar Antworten

00:33:24.801 --> 00:33:27.400
<v Tim Pritlove>und dann misst man das irgendwie.

00:33:27.401 --> 00:33:32.400
<v Tim Pritlove>Ich kann mir vorstellen, dass man in so einer statistischen Auswertung auch eine ganze Menge Fehler machen kann.

00:33:32.401 --> 00:33:35.800
<v Tim Pritlove>Wie geht man da so ran?

00:33:35.801 --> 00:33:38.500
<v Andrea Rumler>Also Eingabefehler schließe ich jetzt mal aus.

00:33:38.501 --> 00:33:43.500
<v Andrea Rumler>Wir sagen mal, wir haben keine Eingabefehler gemacht.

00:33:43.501 --> 00:33:44.400
<v Tim Pritlove>Na, man kann ja Auswertungsfehler machen.

00:33:44.401 --> 00:33:48.000
<v Tim Pritlove>Man kann ja sozusagen die falschen Schlüsse ziehen oder so.

00:33:48.001 --> 00:33:53.600
<v Andrea Rumler>Auf jeden Fall, man kann ja auch die falschen statistischen Methoden verwenden für etwas.

00:33:53.601 --> 00:33:56.300
<v Andrea Rumler>Ja, wie schließen wir das aus, wie schließt man das grundsätzlich aus?

00:33:56.301 --> 00:33:58.900
<v Andrea Rumler>Mit dem viel-Augen-Prinzip.

00:33:58.901 --> 00:34:04.100
<v Andrea Rumler>Ja, dass viele Leute drauf gucken und man miteinander redet, welche Auswertungen werden gemacht

00:34:04.101 --> 00:34:09.900
<v Andrea Rumler>und dass man bestimmte Sachen testet, dass man guckt, ist das auch signifikant, was wir da rauskommen haben?

00:34:09.901 --> 00:34:11.300
<v Andrea Rumler>Das haben wir natürlich.

00:34:11.301 --> 00:34:17.400
<v Andrea Rumler>Also das, worüber gerade jetzt geredet haben, Mieterstromkunden haben ein höheres Umweltbewusstsein als Nicht-Mieterstromkunden,

00:34:17.401 --> 00:34:19.700
<v Andrea Rumler>das ist ein signifikantes Ergebnis.

00:34:19.701 --> 00:34:25.000
<v Andrea Rumler>Also das haben wir mit den geeigneten statistischen Tests überprüft.

00:34:25.001 --> 00:34:29.000
<v Andrea Rumler>Und nicht einen simplen Mittelwertvergleich gemacht.

00:34:29.001 --> 00:34:29.300
<v Tim Pritlove>Das meine ich.

00:34:29.301 --> 00:34:34.300
<v Tim Pritlove>Und natürlich überhaupt erst mal drauf kommen, dass man so was überhaupt abfragt,

00:34:34.301 --> 00:34:37.800
<v Tim Pritlove>gehört ja im Prinzip auch so ein bisschen zur Systematik.

00:34:37.801 --> 00:34:43.200
<v Andrea Rumler>Ja, das gehört auf jeden Fall auch dazu und um darauf zu kommen liest man …

00:34:43.201 --> 00:34:47.100
<v Andrea Rumler>also das hört sich jetzt fast trivial an, aber man muss sich natürlich in das Thema erst mal einlesen.

00:34:47.101 --> 00:34:51.200
<v Andrea Rumler>Also ich war vorher keine Stromexpertin, ich bin jetzt auch immer noch keine Stromexpertin,

00:34:51.201 --> 00:34:55.500
<v Andrea Rumler>aber ich kenne mich zumindest bei Mieterstrom aus und ich weiß jetzt relativ genau,

00:34:55.501 --> 00:35:02.100
<v Andrea Rumler>wie die Mieterstromkunden und -nichtkunden ticken, was ja auch das Ziel des ganzen Projekts war.

00:35:02.101 --> 00:35:07.200
<v Tim Pritlove>Genau, darum ging es ja, also rausfinden, wie kriegt man die Leute mitgenommen

00:35:07.201 --> 00:35:16.200
<v Tim Pritlove>und ja, das Problem haben ja auch andere politische Maßnahmen, auch jenseits von Energiewendefragen,

00:35:16.201 --> 00:35:19.900
<v Tim Pritlove>wo man sich ja auch manchmal fragt, ja warum machen dann nicht alle mit?

00:35:19.901 --> 00:35:24.600
<v Tim Pritlove>Ich meine, mir würde jetzt mal so aus dem Stand einfallen Mülltrennung und so was, ja.

00:35:24.601 --> 00:35:30.000
<v Tim Pritlove>Muss man ja immer nur den Zustand unserer Mülltonnen anschauen, was wo drin ist,

00:35:30.001 --> 00:35:34.700
<v Tim Pritlove>dann denke ich mir auch immer so, könnte man vielleicht auch mal so eine Befragung machen,

00:35:34.701 --> 00:35:39.300
<v Tim Pritlove>um mal so rauszukriegen, wie macht man eigentlich die Ansprache so, dass es auch funktioniert?

00:35:39.301 --> 00:35:47.800
<v Tim Pritlove>Dass irgendwie nicht das Plastik in der Biotonne und das Bio im, was weiß ich, und was ist eine Mehrwerttonne?

00:35:47.801 --> 00:35:52.400
<v Tim Pritlove>Ja, also ich stehe da ja auch selber manchmal davor und denk mir so, bin ich jetzt eigentlich blöd

00:35:52.401 --> 00:35:54.800
<v Tim Pritlove>oder wird nur falsch mit mir geredet?

00:35:54.801 --> 00:36:01.400
<v Tim Pritlove>Das ist so ein generelles Problem, glaube ich, was durchaus überdacht gehört.

00:36:01.401 --> 00:36:07.700
<v Tim Pritlove>Na gut, also es wurden quantitative, also mit quantitativer Befragung meinen wir sozusagen Dinge,

00:36:07.701 --> 00:36:12.000
<v Tim Pritlove>die sich mehr oder weniger auf so einem Skalenwert dann stimme sehr zu, stimme nicht zu.

00:36:12.001 --> 00:36:13.700
<v Andrea Rumler>Es kommt eine Zahl raus.

00:36:13.701 --> 00:36:16.200
<v Tim Pritlove>Genau, es kommt eine Zahl dabei raus, darum ging es.

00:36:16.201 --> 00:36:21.100
<v Tim Pritlove>Und die qualitativen Sachen sind dann eben so ein bisschen mehr so der Podcast, wo man sagt,

00:36:21.101 --> 00:36:21.300
<v Tim Pritlove>okay jetzt sage doch mal wie du dich fühlst.

00:36:21.301 --> 00:36:24.900
<v Andrea Rumler>Ja, touch and feel, genau.

00:36:24.901 --> 00:36:26.300
<v Tim Pritlove>Genau. Kenne ich.

00:36:26.301 --> 00:36:34.200
<v Tim Pritlove>Okay, das heißt, nachdem man sich das alles zurechtgelegt hat und dann diese Befragung gemacht hat,

00:36:34.201 --> 00:36:39.000
<v Tim Pritlove>also erst kam, wie ist das gelaufen, also man hat mit jedem sowohl das eine als auch das andere gemacht?

00:36:39.001 --> 00:36:41.200
<v Tim Pritlove>Oder man hat erst mal das Quantitative gemacht?

00:36:41.201 --> 00:36:43.600
<v Andrea Rumler>Wir haben erst qualitativ und ein Jahr später qualitativ.

00:36:43.601 --> 00:36:45.300
<v Tim Pritlove>Ja okay.

00:36:45.301 --> 00:36:46.000
<v Andrea Rumler>Und auch wir haben…

00:36:46.001 --> 00:36:49.700
<v Tim Pritlove>Aber auch teilweise mit denselben Leuten oder /unverständlich/ mit denselben Leuten?

00:36:49.701 --> 00:36:54.200
<v Andrea Rumler>Das ist eine interessante Frage, die ich gar nicht beantworten kann, weil das ist nicht auszuschließen.

00:36:54.201 --> 00:37:00.800
<v Andrea Rumler>Wir haben die Leute für die qualitativen Interviews in denselben Wohnanlagen gesucht.

00:37:00.801 --> 00:37:06.400
<v Andrea Rumler>Aber die erste Befragung ist ja zum Teil auch anonym gewesen, wobei wir haben,

00:37:06.401 --> 00:37:13.300
<v Andrea Rumler>um die Leute dazu zu kriegen teilzunehmen, haben wir Zootickets nicht verlost, sondern jeder,

00:37:13.301 --> 00:37:19.200
<v Andrea Rumler>der bis zum Zeitpunkt X teilnahm, hat zwei Eintrittskarten in den Zoo oder Tierpark bekommen,

00:37:19.201 --> 00:37:24.200
<v Andrea Rumler>also von daher hatten wir theoretisch schon die Adressen, aber wir haben die natürlich von den Antworten getrennt

00:37:24.201 --> 00:37:27.300
<v Andrea Rumler>und haben die auch nur für den Versand der Zookarten benutzt.

00:37:27.301 --> 00:37:31.900
<v Andrea Rumler>Also wie gesagt, von daher weiß ich das nicht genau, aber ich weiß ja,

00:37:31.901 --> 00:37:35.800
<v Andrea Rumler>bei den qualitativen Interviews hatten wir einige Leute dabei, also einige Mieterinnen und Mieter,

00:37:35.801 --> 00:37:38.800
<v Andrea Rumler>die sehr für das Thema brennen.

00:37:38.801 --> 00:37:44.500
<v Andrea Rumler>Ich vermute also, dass die in der ersten Befragung auch teilgenommen haben.

00:37:44.501 --> 00:37:51.500
<v Tim Pritlove>Gut, also wenn man jetzt so eine quantitative Auswertung macht, dann kann man ja dann schön die Ergebnisse auch in so ein Ranking einstellen.

00:37:51.501 --> 00:37:53.800
<v Tim Pritlove>Und es gab ja jetzt im Wesentlichen diese zwei Gruppen.

00:37:53.801 --> 00:37:59.200
<v Tim Pritlove>Leute, die da schon mitmachen, Leute, die da noch nicht mitmachen, worin unterscheiden die sich denn?

00:37:59.201 --> 00:38:02.700
<v Tim Pritlove>Was lernt man denn sozusagen daraus?

00:38:02.701 --> 00:38:04.800
<v Andrea Rumler>Ja, was lernt man daraus?

00:38:04.801 --> 00:38:10.400
<v Andrea Rumler>Ich habe schon gesagt, die Mieterstromkunden haben ein höheres Umweltbewusstsein.

00:38:10.401 --> 00:38:15.500
<v Andrea Rumler>Denen ist die Herkunft des Stroms auch deutlich wichtiger als den Nichtkunden.

00:38:15.501 --> 00:38:19.900
<v Andrea Rumler>Den bisherigen Nichtkunden ist das Thema Preis deutlich wichtiger.

00:38:19.901 --> 00:38:24.300
<v Andrea Rumler>Es muss ja auch für manche, viele Leute haben ja auch nicht die Wahl,

00:38:24.301 --> 00:38:31.700
<v Andrea Rumler>entsprechend haben auch die bisherigen Mieterstromkunden, die das schon machen, ein durchschnittlich höheres Haushaltseinkommen

00:38:31.701 --> 00:38:35.100
<v Andrea Rumler>und einen durchschnittlich höheren Bildungsgrad.

00:38:35.101 --> 00:38:42.800
<v Andrea Rumler>Wir hatten vorher vermutet, das war eine unserer Hypothesen, dass das Vorhandensein von Kindern in einem Haushalt

00:38:42.801 --> 00:38:46.400
<v Andrea Rumler>das Thema Mieterstrombezug oder nicht beeinflusst.

00:38:46.401 --> 00:38:48.700
<v Andrea Rumler>Also dass Leute mit Kindern sich von den anderen unterscheiden.

00:38:48.701 --> 00:38:51.400
<v Tim Pritlove>Mehr an die Zukunft denken.

00:38:51.401 --> 00:38:54.800
<v Andrea Rumler>Was rausgekommen ist, nicht immer kommt das raus, was man sich wünscht,

00:38:54.801 --> 00:38:57.900
<v Andrea Rumler>was rausgekommen ist, ist das Gegenteil.

00:38:57.901 --> 00:39:01.800
<v Andrea Rumler>Ich erkläre aber gleich meine Hypothese, weshalb ich denke, dass das so war.

00:39:01.801 --> 00:39:08.300
<v Andrea Rumler>Also rausgekommen ist, dass die Leute bisher keinen Mieterstrom beziehen, deutlich eher Kinder im Haushalt haben als die Leute,

00:39:08.301 --> 00:39:10.300
<v Andrea Rumler>die Mieterstrom beziehen.

00:39:10.301 --> 00:39:14.300
<v Andrea Rumler>Ich vermute, dass das was mit der Einkommenssituation zu tun hat.

00:39:14.301 --> 00:39:17.900
<v Andrea Rumler>Wir haben eben auch ganz klar gesehen, dass die Leute, die Kinder im Haushalt haben,

00:39:17.901 --> 00:39:21.400
<v Andrea Rumler>dass für die das Thema Preis sehr viel wichtiger ist.

00:39:21.401 --> 00:39:24.900
<v Andrea Rumler>Und man muss sich auch die durchschnittlichen Haushaltseinkommen der Leute angucken,

00:39:24.901 --> 00:39:26.800
<v Andrea Rumler>die an der Befragung teilgenommen haben.

00:39:26.801 --> 00:39:36.300
<v Andrea Rumler>Also da waren Haushaltsnettoeinkommen von über 2000 Euro schon, ich glaube, das haben irgendwie nur so 25 Prozent oder so was gehabt.

00:39:36.301 --> 00:39:43.900
<v Andrea Rumler>Also wir waren viel sozusagen im mittleren bis eher mal unterem Einkommenssegment unterwegs.

00:39:43.901 --> 00:39:45.300
<v Tim Pritlove>Klar.

00:39:45.301 --> 00:39:47.500
<v Andrea Rumler>Da sind eben diese Projekte ja auch.

00:39:47.501 --> 00:39:52.100
<v Andrea Rumler>Und noch mal, völlig verständlich, dass für eine Reihe von Leuten der Preis die erste Priorität hat

00:39:52.101 --> 00:39:55.500
<v Andrea Rumler>und wenn man Kinder hat und das Haushaltseinkommen beschränkt ist

00:39:55.501 --> 00:40:01.800
<v Andrea Rumler>und die Ausgabe sowieso hoch, dann sagt man eben, Hauptsache billig und nicht Hauptsache öko.

00:40:01.801 --> 00:40:05.500
<v Tim Pritlove>Ja und vor allem hat man auch irgendwie eine Menge um die Ohren, wenn man Kinder hat,

00:40:05.501 --> 00:40:06.200
<v Tim Pritlove>dann ist man auch nicht so im Informationsbusiness unterwegs.

00:40:06.201 --> 00:40:14.000
<v Andrea Rumler>Auch da möchte man nicht so viele Formulare ausfüllen müssen, sondern möchte es möglichst einfach haben.

00:40:14.001 --> 00:40:19.100
<v Tim Pritlove>Gut, aber ich meine, daraus kann man natürlich lernen, klar, es gibt, sagen wir mal, jetzt so die Avantgarde,

00:40:19.101 --> 00:40:28.700
<v Tim Pritlove>die hat mehr Mittel und ist irgendwie, sagen wir mal, aus generellen Motivationen heraus bereit, da mitzumachen.

00:40:28.701 --> 00:40:33.600
<v Tim Pritlove>Aber wenn man quasi alle mitnehmen will, muss man sich auch letzten Endes über solche Sachen wie den Preis Gedanken machen.

00:40:33.601 --> 00:40:37.100
<v Tim Pritlove>Das heißt, das spielt am Ende eine große Rolle.

00:40:37.101 --> 00:40:39.600
<v Tim Pritlove>Ist auch schon mal eine interessante Information, die man daraus bekommt,

00:40:39.601 --> 00:40:47.000
<v Tim Pritlove>weil wenn man das dann halt vermarkten möchte, muss man dieses Argument auf jeden Fall mit in der Tasche haben.

00:40:47.001 --> 00:40:52.000
<v Andrea Rumler>Wobei man jetzt sagen muss, Mieterstrom ist ja nicht automatisch teurer.

00:40:52.001 --> 00:40:58.700
<v Andrea Rumler>Also es gibt eine gesetzliche Rahmenbedingungen, dass der Mieterstrom 10 Prozent unter dem Grundversorgungstarif liegen muss.

00:40:58.701 --> 00:41:02.000
<v Andrea Rumler>Aber der Grundversorgungstarif für Strom ist ja nicht das billigste, was man am Markt einkaufen kann.

00:41:02.001 --> 00:41:06.300
<v Tim Pritlove>Nicht das billigste, was man erzielen kann.

00:41:06.301 --> 00:41:12.800
<v Andrea Rumler>Das kommt aber jetzt eben wirklich auch auf den jeweiligen Wohnort an, was wie teurer ist.

00:41:12.801 --> 00:41:22.200
<v Andrea Rumler>Ich denke mal, ohne da deutschlandweite Zahlen zu kennen, dass der Mieterstrom sicherlich mit dem Ökostrom standhalten kann vom Preis.

00:41:22.201 --> 00:41:26.200
<v Andrea Rumler>Also dass er da auf jeden Fall nicht drüber ist.

00:41:26.201 --> 00:41:35.000
<v Andrea Rumler>Aber auch da wie gesagt wäre das wünschenswert, wenn der Mieterstrom, da der ja am Ort des Verbrauchs auch erzeugt wird

00:41:35.001 --> 00:41:42.200
<v Andrea Rumler>und damit auch nicht gespeichert und geleitet werden muss, dass der einen Preisvorteil hat.

00:41:42.201 --> 00:41:50.800
<v Tim Pritlove>Ja zumal ja die Kosten eigentlich für diese Stromerzeugung im Falle von Solar eigentlich im Wesentlichen Investitionskosten sind.

00:41:50.801 --> 00:41:51.300
<v Andrea Rumler>Richtig.

00:41:51.301 --> 00:41:57.900
<v Tim Pritlove>Was kostet das, die ganze Technik zu kaufen, was kostet, die ganze Technik zu installieren?

00:41:57.901 --> 00:42:04.800
<v Tim Pritlove>In gewisser Hinsicht auch noch, was kostet es, sie zu betreiben, aber das ist ja, sagen wir mal, würde ich sagen,

00:42:04.801 --> 00:42:06.500
<v Tim Pritlove>eher im zu vernachlässigenden Bereich.

00:42:06.501 --> 00:42:11.200
<v Tim Pritlove>Klar, die Panele sollten vielleicht ab und zu mal gewaschen werden, aber ansonsten, wenn sie nicht kaputt gehen,

00:42:11.201 --> 00:42:18.200
<v Tim Pritlove>dann funktionieren sie halt irgendwie auch 20 Jahre und ja laufen eigentlich die ganze Zeit und liefern ja direkt Strom,

00:42:25.301 --> 00:42:27.700
<v Tim Pritlove>wieviel Geld muss wirklich in die Hand genommen werden.

00:42:27.701 --> 00:42:33.600
<v Tim Pritlove>Weil ich denke, kein Mieter wird jetzt ernsthaft widersprechen, wenn man ankommt und sagt,

00:42:33.601 --> 00:42:40.900
<v Tim Pritlove>ja, also du kannst jetzt deinen Strom für die Hälfte haben, weil wir installieren das jetzt hier auf dem Dach, womit du nichts zu tun hast.

00:42:40.901 --> 00:42:44.400
<v Tim Pritlove>Dann sagt man so, ja guten Tag, hätten Sie es gerne billiger?

00:42:44.401 --> 00:42:48.700
<v Tim Pritlove>Ja schon so. Und dann läut der Hase ja auch.

00:42:48.701 --> 00:42:53.800
<v Andrea Rumler>Ja, wobei es muss ja auch nicht notwendigerweise billiger sein, aber es muss einfach,

00:42:53.801 --> 00:43:01.100
<v Andrea Rumler>also auch Erkenntnis unsere Studie, auch nicht überraschend, der einfache Zugang dazu.

00:43:01.101 --> 00:43:05.600
<v Andrea Rumler>Also dass man sich als Mieter möglichst wenig damit beschäftigen muss.

00:43:05.601 --> 00:43:09.700
<v Andrea Rumler>Wie gesagt, das was ich gesagt habe, eigentlich wünschenswert wäre, dass das ein Automatismus ist.

00:43:09.701 --> 00:43:14.600
<v Andrea Rumler>Ich ziehe neu in eine Wohnung ein, es gibt Mieterstrom auf dem Dach,

00:43:14.601 --> 00:43:20.300
<v Andrea Rumler>den bekomme ich, außer ich entscheide mich dagegen, also diese opt out Option,

00:43:20.301 --> 00:43:22.800
<v Andrea Rumler>die wie gesagt rechtlich im Moment noch nicht geht.

00:43:22.801 --> 00:43:31.300
<v Andrea Rumler>Aber Gesetze kann man ja auch ändern und ich bin mir sicher, dass da auch drüber nachgedacht wird, das zu verändern.

00:43:31.301 --> 00:43:33.900
<v Andrea Rumler>Also das wäre schon mal ein erster großer Schritt.

00:43:33.901 --> 00:43:37.800
<v Andrea Rumler>Und ansonsten, was wir auch aus der Befragung gesehen haben ist,

00:43:37.801 --> 00:43:45.400
<v Andrea Rumler>Mieterstrombezieher wie -nichtbezieher wollen eine transparente Preisgestaltung

00:43:45.401 --> 00:43:48.300
<v Andrea Rumler>und wollen einfache Tarifsysteme.

00:43:48.301 --> 00:43:54.400
<v Andrea Rumler>ich mache mal ein anderes Beispiel, die Handyverträge in der Anfangszeit der Handys waren ja der Albtraum.

00:43:54.401 --> 00:43:56.500
<v Tim Pritlove>Nicht nur in der Anfangszeit.

00:43:56.501 --> 00:43:58.800
<v Andrea Rumler>Ja gut, das hat sich ja schon deutlich gebessert.

00:43:58.801 --> 00:44:00.400
<v Tim Pritlove>Bisschen.

00:44:00.401 --> 00:44:01.400
<v Andrea Rumler>Hat sich deutlich gebessert.

00:44:01.401 --> 00:44:06.500
<v Andrea Rumler>Ich persönlich finde auch die Stromverträge nicht ganz so super überschaubar,

00:44:06.501 --> 00:44:12.800
<v Andrea Rumler>auch wenn das vielleicht ein bisschen einfacher ist, aber auch da wäre es sicherlich möglich,

00:44:12.801 --> 00:44:18.100
<v Andrea Rumler>das einfacher und so, dass es jeder versteht zu gestalten.

00:44:18.101 --> 00:44:22.500
<v Tim Pritlove>Ja, also einen rechtlichen Rahmen dafür zu machen, was sozusagen in Verträgen abgebildet werden muss

00:44:22.501 --> 00:44:30.300
<v Tim Pritlove>bzw. welche komplizierten Rabattmodelle und Tages-Nacht-Verbrauch etc. vielleicht unter Umständen gar nicht statthaft sind

00:44:30.301 --> 00:44:31.700
<v Tim Pritlove>oder nur in eingeschränktem Rahmen.

00:44:31.701 --> 00:44:35.100
<v Andrea Rumler>Das sind auch nicht nur die Gesetzgeber, das sind auch die Anbieter, die das vielleicht noch nicht auf dem Schirm haben.

00:44:35.101 --> 00:44:42.100
<v Tim Pritlove>Ja klar, aber der Gesetzgeber kann ja da an der Stelle durch Regulierung natürlich auch entsprechend vorschreiben, dass es so und so zu sein hat.

00:44:42.101 --> 00:44:45.800
<v Tim Pritlove>Und ich denke mal, was sicherlich auch noch ein Aspekt ist, ist auch die Stabilität.

00:44:45.801 --> 00:44:53.200
<v Tim Pritlove>Ich meine, wir nehmen jetzt hier diesen Podcast auf im Februar 2022 und die letzten Monate waren dadurch geprägt,

00:44:53.201 --> 00:44:58.600
<v Tim Pritlove>dass halt auf dem Strommarkt es richtig losgeht.

00:44:58.601 --> 00:45:05.200
<v Tim Pritlove>Also die Energiepreise sind durch politische Unsicherheit, Situation in der Ukraine, noch ein paar andere Ereignisse,

00:45:05.201 --> 00:45:14.200
<v Tim Pritlove>generell auch durch das Problem dieser Lieferkettendisruption durch die Corona-Krise,

00:45:14.201 --> 00:45:22.300
<v Tim Pritlove>sind einfach die Preise gestiegen, teilweise so extrem, dass diese Billigstromanbieter teilweise in Insolvenz gehen mussten,

00:45:22.301 --> 00:45:26.800
<v Tim Pritlove>die Kunden kriegen natürlich dann immer noch Strom, gehen dann in die Grundversorgung,

00:45:26.801 --> 00:45:33.500
<v Tim Pritlove>was für die aber dann eben unter Umständen eine Preiserhöhung zur Folge hat, weil natürlich die Preise auch angepasst werden,

00:45:33.501 --> 00:45:38.800
<v Tim Pritlove>insbesondere wenn man halt einen neuen Vertrag dann aufnehmen muss, dann steht man erst mal blöd da

00:45:38.801 --> 00:45:44.400
<v Tim Pritlove>und hat halt nicht den Vorteil eines Vertrages, der vor fünf Jahren vielleicht ein bisschen sicherer abgeschlossen wurde.

00:45:44.401 --> 00:45:54.700
<v Tim Pritlove>Naja und so ein Solarpanel auf dem Dach, kann man schon mal sagen, das bleibt relativ stabil.

00:45:54.701 --> 00:45:55.300
<v Andrea Rumler>Richtig.

00:45:55.301 --> 00:45:58.500
<v Tim Pritlove>Das ist ja schon auch ein Versprechen an der Stelle.

00:45:58.501 --> 00:46:00.900
<v Tim Pritlove>Wurde ja auch abgefragt, nehme ich an?

00:46:00.301 --> 00:46:03.600
<v Tim Pritlove>So Preisstabilität.

00:46:00.901 --> 00:46:00.300
<v Andrea Rumler>Ja.

00:46:03.601 --> 00:46:07.500
<v Andrea Rumler>Ja, wobei man auch natürlich der Fairness halber dazu sagen muss,

00:46:07.501 --> 00:46:17.100
<v Andrea Rumler>nicht der gesamte Strombedarf von so einem Mietshaus kann im Laufe des Jahres mit dem Solarstrom vom Dach betrieben werden.

00:46:17.101 --> 00:46:22.000
<v Andrea Rumler>Ich muss auch Strom zukaufen für Monate wie, wir gucken aus dem Fenster, gerade scheint ein bisschen die Sonne,

00:46:22.001 --> 00:46:25.400
<v Andrea Rumler>aber so sehr viel hat sie in den letzten Wochen nicht geschienen.

00:46:25.401 --> 00:46:27.600
<v Andrea Rumler>Für die Zeit, wo die Sonne einfach nicht scheint.

00:46:27.601 --> 00:46:33.600
<v Andrea Rumler>Also es muss Strom dazugekauft werden, der unterliegt tatsächlich den Schwankungen des Strommarktes,

00:46:33.601 --> 00:46:38.200
<v Andrea Rumler>die wir gesagt ja gerade erleben in dieser Zeit.

00:46:38.201 --> 00:46:46.600
<v Andrea Rumler>Aber der Mieterstrom ist deutlich preisstabiler und von daher vermute ich mal, dass jetzt gute Zeiten sind,

00:46:46.601 --> 00:46:50.600
<v Andrea Rumler>um Mieterstromverträge abzuschließen.

00:46:50.601 --> 00:46:58.000
<v Tim Pritlove>Sie hatten ja anfangs erwähnt, dass es hier vor allem jetzt erst mal um den lokalen Verbrauch geht, aber nicht um die Einspeisung.

00:46:58.001 --> 00:47:04.200
<v Tim Pritlove>Aber gerade unter diesem Gesichtspunkt der Stromstabilität, ich meine, Mieter, wann sind die halt nicht da, tagsüber,

00:47:04.201 --> 00:47:11.600
<v Tim Pritlove>dann sind sie irgendwie arbeiten und haben andere Dinge zu tun bzw. man verbraucht vielleicht auch einfach nicht so viel Strom,

00:47:11.601 --> 00:47:16.200
<v Tim Pritlove>weil eigentlich kommt der Stromverbrauch halt nachts, wenn man das Licht einschaltet, wenn man wieder nach Hause kommt etc. pp.

00:47:16.201 --> 00:47:22.700
<v Tim Pritlove>Das heißt, das ist ja eigentlich so ein bisschen ein Problem, sprich, so eine Solaranlage funktioniert fürs eigene Haus eigentlich nur in dem Moment,

00:47:22.701 --> 00:47:29.500
<v Tim Pritlove>wo man dann entweder ein großes Speichersystem hat oder zumindest mit Strom, der in dem Moment, wo er erzeugt wird, nicht gebraucht wird,

00:47:29.501 --> 00:47:31.300
<v Tim Pritlove>dass man den dann halt wieder einspeist.

00:47:31.301 --> 00:47:36.600
<v Tim Pritlove>Also inwiefern ist das denn jetzt Teil des Mixes oder wurde das gänzlich ausgeschlossen

00:47:36.601 --> 00:47:39.900
<v Tim Pritlove>oder ist das rechtlich derzeit gar nicht möglich?

00:47:39.901 --> 00:47:46.400
<v Andrea Rumler>Bei Mieterstrom, ich meine, dass Mieterstrom inzwischen …

00:47:46.401 --> 00:47:52.300
<v Andrea Rumler>Also erst war Mieterstrom beschränkt wirklich auf das Haus, auf dem die Anlage ist

00:47:52.301 --> 00:47:58.500
<v Andrea Rumler>und ich meine, man kann inzwischen innerhalb einer Mietanlage umleiten, aber das hilft ja auch nichts,

00:47:58.501 --> 00:48:04.600
<v Andrea Rumler>wenn, wie Sie beschreiben, die Leute weg sind und erst abends den Strom verbrauchen.

00:48:04.601 --> 00:48:09.800
<v Andrea Rumler>Letztlich ist die Frage, wann gibt es die Speichersysteme, die bezahlbar sind und die dann helfen,

00:48:09.801 --> 00:48:14.300
<v Andrea Rumler>diesen sozusagen Entstehungs- und Verwendungsgap zu überbrücken?

00:48:14.301 --> 00:48:24.000
<v Tim Pritlove>Ja oder halt eben auch losgelöst von einem einzelnen Mietobjekt hin zu einem ganzen Block oder Stadtteil oder was auch immer.

00:48:24.001 --> 00:48:29.100
<v Tim Pritlove>An der Stelle vielleicht auch einen zentralen Speicher zu benutzen, würde ja eigentlich ganz sinnvoll sein.

00:48:29.101 --> 00:48:30.300
<v Andrea Rumler>Ja.

00:48:30.301 --> 00:48:34.100
<v Tim Pritlove>So wie es jetzt Parkhäuser gibt, könnte man ja auch mal nicht nur Autos speichern,

00:48:34.101 --> 00:48:41.600
<v Tim Pritlove>sondern irgendwo halt auch einfach mal so eine Stadtteilspeicherstelle vornehmen.

00:48:41.601 --> 00:48:45.600
<v Tim Pritlove>Und wenn halt überall so Solar rumhängt und tagsüber wird das eben nicht verbraucht,

00:48:45.601 --> 00:48:52.900
<v Tim Pritlove>naja dann speichert man es halt da rein und bezieht eben den Strom von 100 Meter um die Ecke, sage ich mal.

00:48:52.901 --> 00:48:56.900
<v Tim Pritlove>Aber das war jetzt hier nicht im Fokus.

00:48:56.901 --> 00:49:04.100
<v Andrea Rumler>Nein, und wie gesagt, noch sind die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür auch nicht da, aber das wäre auf jeden Fall wünschenswert.

00:49:04.101 --> 00:49:10.300
<v Tim Pritlove>Gab es denn auch Leute, die gesagt haben, ja nein Mieterstrom will ich nicht haben, kommt mir nicht ins Haus?

00:49:10.301 --> 00:49:14.800
<v Andrea Rumler>Ja gab es, aber wie gesagt, wir waren überrascht, wie wenig das waren.

00:49:14.801 --> 00:49:18.600
<v Tim Pritlove>Was gibt es da für Argumente, gibt es da welche?

00:49:18.601 --> 00:49:20.900
<v Andrea Rumler>Das Thema Preis hatten wir ja schon.

00:49:20.901 --> 00:49:23.300
<v Andrea Rumler>Und dann gibt es noch eins, das haben wir noch gar nicht diskutiert.

00:49:23.301 --> 00:49:28.600
<v Andrea Rumler>Wir haben ja eben schon gesagt, die Deutschen sind so vorsichtig und sicherheitsbedacht.

00:49:28.601 --> 00:49:34.400
<v Andrea Rumler>Auch bei dem Thema, wir haben, ich meine, bei 9 Prozent der Leute Sicherheitsbedenken gehört.

00:49:34.401 --> 00:49:40.400
<v Andrea Rumler>Also die gute Nachricht ist, 91 Prozent der Befragten hatten keine Sicherheitsbedenken, aber immerhin.

00:49:40.401 --> 00:49:40.500
<v Tim Pritlove>Ja.

00:49:40.501 --> 00:49:47.500
<v Andrea Rumler>Fast 10 Prozent hatten Angst, dass sich das vielleicht mal entzünden könnte oder irgendwas anderes passiert.

00:49:47.501 --> 00:49:51.800
<v Andrea Rumler>Also ich persönlich bin auf die Idee noch nie gekommen, ich wäre jetzt auch bei den 91 Prozent.

00:49:51.801 --> 00:49:56.300
<v Andrea Rumler>Aber die Leute gibt es auch und denen muss ich das ja, …

00:49:56.301 --> 00:50:02.600
<v Andrea Rumler>Also noch mal, wir glauben, wir sind der festen Überzeugung, dass es ein Kommunikationsproblem ist mit dem Mieterstrom.

00:50:02.601 --> 00:50:09.700
<v Andrea Rumler>Also dass man sehr viel mehr Leute mit ins Boot holen könnte, wenn anders kommuniziert würde.

00:50:09.701 --> 00:50:19.200
<v Andrea Rumler>Und das hießt natürlich auch, dass ich die Leute, die solche Sicherheitsbedenken haben, irgendwo abhole.

00:50:19.201 --> 00:50:28.900
<v Tim Pritlove>Jetzt ist natürlich die Frage, gut, wie kann man das Ganze noch schmackhaft machen?

00:50:28.901 --> 00:50:34.500
<v Tim Pritlove>Also ich glaube, dieses reine Stromliefern und bisschen weniger bezahlen, das ist so ein Aspekt.

00:50:34.501 --> 00:50:39.300
<v Tim Pritlove>Ein anderer Aspekt war ja dann auch noch, was kann man quasi dann noch so drum herum bauen,

00:50:39.301 --> 00:50:43.500
<v Tim Pritlove>was für zusätzliche Dienstleistungen wären vielleicht noch sinnvoll?

00:50:43.501 --> 00:50:50.500
<v Tim Pritlove>Ich denke, man muss da auch kreativ sein in dem, was mit Strom sich alles noch so machen lässt.

00:50:50.501 --> 00:50:57.600
<v Tim Pritlove>Jetzt gibt es natürlich so Sachen wie Ladesäulen oder so, die jetzt auch in zunehmendem Maße ja bei Häusern nachgerüstet werden sollen,

00:50:57.601 --> 00:51:04.200
<v Tim Pritlove>insbesondere wenn da Parkgaragen oder Parkplätze zumindest da sind, das wäre ja dann vielleicht auch ganz sinnvoll,

00:51:04.201 --> 00:51:09.800
<v Tim Pritlove>dass wenn jetzt die Waschmaschine nicht läuft, dann kann man ja zumindest den Strom auch mal in die Autos laden,

00:51:09.801 --> 00:51:14.600
<v Tim Pritlove>so denn welche vorhanden sind, ist das auch Teil der Befragung gewesen?

00:51:14.601 --> 00:51:22.100
<v Andrea Rumler>Ja, wir haben abgefragt, ob Zusatzdienstleistungen gewünscht werden, wie eben Elektroladesäulen

00:51:22.101 --> 00:51:29.800
<v Andrea Rumler>oder wie SmartHome-Anwendungen, so was wie ein Strommesser für Haushaltsgeräte und so weiter.

00:51:29.801 --> 00:51:34.200
<v Andrea Rumler>So gute 30 Prozent fanden das interessant.

00:51:34.201 --> 00:51:35.400
<v Tim Pritlove>Welchen Teil davon? Die Ladesäulen oder?

00:51:35.401 --> 00:51:41.500
<v Andrea Rumler>In der Reihenfolge, die Ladesäulen und die SmartHome-Anwendungen.

00:51:41.501 --> 00:51:46.900
<v Andrea Rumler>Wenn ich jetzt das persönlich mal bewerte ist das auch, was zu erwarten war, dass die meisten sagen,

00:51:46.901 --> 00:51:50.500
<v Andrea Rumler>naja brauche ich ja nicht, ich habe kein Elektroauto und die anderen sagen erst mal,

00:51:50.501 --> 00:51:54.900
<v Andrea Rumler>grundsätzlich ist das interessant, aber das ist nicht, ich sage es mal so,

00:51:54.901 --> 00:51:58.200
<v Andrea Rumler>das wird nicht der Gamechanger sein meiner Meinung nach.

00:51:58.201 --> 00:52:04.600
<v Andrea Rumler>Wenn ich mal vielleicht auch eigentlich noch mal auf mein Kerngebiet Marketing zurückkommen kann,

00:52:04.601 --> 00:52:08.700
<v Andrea Rumler>was wir empfehlen, was man machen müsste.

00:52:08.701 --> 00:52:15.900
<v Andrea Rumler>Wir haben da uns Theorien angeguckt von amerikanischen Forschern, vielleicht hat das der ein oder die andere schon mal gehört,

00:52:15.901 --> 00:52:22.300
<v Andrea Rumler>das heißt Nudging, also to nudge, wie kann ich jemanden anstupsen, etwas zu tun.

00:52:22.301 --> 00:52:27.500
<v Andrea Rumler>Also wie schaffe ich es, Verhaltensänderungen, so was wie die Mülltrennung, die wir eben besprochen haben,

00:52:27.501 --> 00:52:34.600
<v Andrea Rumler>wie schaffe ich es, meine Nachbarn dazu zu bringen, dass sie nicht immer alles in die eine Tonne kippen,

00:52:34.601 --> 00:52:40.000
<v Andrea Rumler>sondern sie die 30 Sekunden nehmen und die Sachen mal aufteilen.

00:52:40.001 --> 00:52:46.600
<v Andrea Rumler>Also wie gesagt, da gibt es sehr interessante Theorien zu, die auch schon in der Praxis sehr erfolgreich angewendet worden sind

00:52:46.601 --> 00:52:51.400
<v Andrea Rumler>und ich mache mal ein Beispiel, etwas, was wahrscheinlich fast alle von unserer Zuhörer schon mal gesehen haben,

00:52:51.401 --> 00:52:59.400
<v Andrea Rumler>wenn im Hotel irgendwo ein Schild steht mit, bitte tun Sie dieses Handtuch nicht gleich auf den Boden,

00:52:59.401 --> 00:53:04.500
<v Andrea Rumler>sondern benutzen Sie es so lange es geht und legen Sie es erst auf den Boden, wenn es gewechselt werden soll.

00:53:04.501 --> 00:53:10.700
<v Andrea Rumler>Da sind umfangreiche Forschungen zu gemacht worden, wie sollte man diesen Text auf dem Schild machen?

00:53:10.701 --> 00:53:16.600
<v Andrea Rumler>Und man nutzt dabei etwas, ich will jetzt nicht zu viel Theorie reinbringen, aber das sind die sozialen Normen,

00:53:16.601 --> 00:53:27.500
<v Andrea Rumler>soziale Erwünschtheit, soziale Gruppen, wenn man da reinschreibt, die meisten Benutzer dieses Hotelzimmers verwenden ihr Handtuch fünfmal

00:53:27.501 --> 00:53:34.100
<v Andrea Rumler>und tun es erst irgendwo hin, wenn es anfängt zu stinken, so steht das nicht auf dem Schild.

00:53:34.101 --> 00:53:40.700
<v Andrea Rumler>Aber wenn man sagt, die Mehrzahl der Leute verhält sich umweltbewusst und das richtig gut kommuniziert,

00:53:40.701 --> 00:53:45.000
<v Andrea Rumler>dann nehmen sich die Leute da ein Beispiel dran.

00:53:45.001 --> 00:53:50.300
<v Andrea Rumler>Also wir alle orientieren uns unbewusst, natürlich in unserem Verhalten, manche auch bewusst,

00:53:50.301 --> 00:53:52.700
<v Andrea Rumler>sehr deutlich an dem, was die anderen tun.

00:53:52.701 --> 00:53:56.400
<v Andrea Rumler>Also ich kann, wenn ich jetzt zum Beispiel in einen Hauseingang reinschreibe,

00:53:56.401 --> 00:54:04.800
<v Andrea Rumler>schon ein Drittel der Bewohner dieses Hauses bezieht Mieterstrom, mehr kann ich in den meisten Häusern nicht dran schreiben,

00:54:04.801 --> 00:54:09.900
<v Andrea Rumler>dann ist das schon mal, wenn ich dran schreiben kann, schon 70 Prozent der Leute in diesem Haus,

00:54:09.901 --> 00:54:12.800
<v Andrea Rumler>ist das natürlich umso besser.

00:54:12.801 --> 00:54:14.900
<v Andrea Rumler>Aber die Leute orientieren sich an dem, was die anderen machen.

00:54:14.901 --> 00:54:24.800
<v Andrea Rumler>So und wenn ich das kommuniziere, das ist ein Zuwachs, schon 30 Prozent mehr als im vorigen Jahr beziehen Mieterstrom,

00:54:24.801 --> 00:54:30.500
<v Andrea Rumler>hilft das den Leuten, dass sie dieses kleine, ich setze mich mal fünf Minuten hin und fülle ein Formular aus, einfacher tun.

00:54:30.501 --> 00:54:34.700
<v Andrea Rumler>Das ist ganz wichtig, das kostet nichts und das hilft.

00:54:34.701 --> 00:54:39.400
<v Tim Pritlove>Oder wie bei der Flugbuchung, nur noch fünf Sitze verfügbar.

00:54:39.401 --> 00:54:41.900
<v Andrea Rumler>Ja, das sind die Darkpatterns.

00:54:41.901 --> 00:54:43.200
<v Tim Pritlove>Ja.

00:54:43.201 --> 00:54:44.200
<v Andrea Rumler>Wir wollen keine Darkpatterns verwenden.

00:54:44.201 --> 00:54:44.800
<v Tim Pritlove>Ich dachte mir auch so, einfach hinschreiben…

00:54:44.801 --> 00:54:50.800
<v Andrea Rumler>Sondern wir wollen natürlich auch nicht, dass da was falsches steht, sondern schreiben was ist.

00:54:50.801 --> 00:54:52.000
<v Andrea Rumler>Und ich mache noch ein Beispiel.

00:54:52.001 --> 00:54:55.300
<v Tim Pritlove>Wäre aber einfach, einfach zu sagen, ja 75 Prozent haben hier schon Mieterstrom, was ist mit dir?

00:54:55.301 --> 00:54:59.200
<v Andrea Rumler>Ja, ja, das wollen wir aber nicht empfehlen.

00:54:59.201 --> 00:54:59.500
<v Tim Pritlove>Nein, weiß Gott nicht.

00:54:59.501 --> 00:55:06.300
<v Andrea Rumler>Was wir auch für sinnvoll halten, dass es in den Häusern angezeigt wird, dass den Leuten visualisiert wird,

00:55:06.301 --> 00:55:09.000
<v Andrea Rumler>dass sie sehen, dass diese Anlage arbeitet.

00:55:09.001 --> 00:55:14.500
<v Andrea Rumler>Also dass es zum Beispiel im Flur ein Panel gibt, wo dann am besten noch schön leuchtend zeigt,

00:55:14.501 --> 00:55:24.900
<v Andrea Rumler>gerade arbeitet die Anlage mit 89 Prozent und im Übrigen werden heute 54 Prozent des Stroms im Haus von der Solaranlage am Dach.

00:55:24.901 --> 00:55:29.300
<v Tim Pritlove>Oder so und so viele Euros mussten nicht bezahlt werden, weil…

00:55:29.301 --> 00:55:34.100
<v Andrea Rumler>Genau. Alles mögliche, was man da drauf schreibt, so dass ist a) eine tägliche kleine Erinnerung

00:55:34.101 --> 00:55:39.100
<v Andrea Rumler>und ich werde positiv verstärkt, ich sehe, wow ich bin Teil davon, das ist super.

00:55:39.101 --> 00:55:43.500
<v Tim Pritlove>Und auch die Gäste aus anderen Wohnungen werden auf die Idee gebracht.

00:55:43.501 --> 00:55:53.500
<v Andrea Rumler>Auch das, es ist alles rund um das Thema sozusagen soziale Normen, Gruppen, Einfluss von anderen.

00:55:53.501 --> 00:56:00.000
<v Tim Pritlove>Ich finde das eh jetzt gerade interessant, weil ich meine Marketing, so wie wir das ja auch eingangs besprochen haben,

00:56:00.001 --> 00:56:05.300
<v Tim Pritlove>insbesondere mit diesem Hintergrund USA, wo es herkommt, hat halt eigentlich immer diesen Nimbus mit,

00:56:05.301 --> 00:56:08.700
<v Tim Pritlove>ich will dir was verkaufen, und hier geht es ja eigentlich gar nicht ums Verkaufen,

00:56:08.701 --> 00:56:19.000
<v Tim Pritlove>sondern hier geht es ja eigentlich darum, ich sage mal, so eine Art soziale Verhaltenssteuerung mit zu befördern.

00:56:19.001 --> 00:56:23.600
<v Tim Pritlove>Nicht die Leute zu was überreden, was sie eigentlich nicht wollen, sondern eben dieses,

00:56:23.601 --> 00:56:32.200
<v Tim Pritlove>hör mal, uns allen geht es irgendwie besser und auch du hast was davon, wenn wir unser Verhalten so koordinieren,

00:56:32.201 --> 00:56:34.000
<v Tim Pritlove>dass wir das und das tun.

00:56:34.001 --> 00:56:36.000
<v Tim Pritlove>Das ist ja so ein bisschen eine unterschwellige Botschaft.

00:56:36.001 --> 00:56:42.500
<v Tim Pritlove>Und ich bin mir gar nicht so sicher, ob der Begriff Marketing jetzt so glücklich gewählt ist in dem Fall,

00:56:42.501 --> 00:56:47.200
<v Tim Pritlove>weil es halt immer sofort von Markets und damit so Angebot und Nachfrage hat,

00:56:47.201 --> 00:56:50.200
<v Tim Pritlove>auch wenn es natürlich in dem Moment was anderes meint.

00:56:50.201 --> 00:56:57.900
<v Tim Pritlove>Ja, es ist ja eigentlich mehr so eine, keine Ahnung, Informationsbeschickung und -mitnahme,

00:56:57.901 --> 00:57:02.300
<v Tim Pritlove>also vielleicht bedarf es da auch noch mal eines anderen Begriffs oder vielleicht gibt es ja auch einen, keine Ahnung.

00:57:02.301 --> 00:57:08.700
<v Tim Pritlove>Ich finde den an der Stelle, ja der hat ein bisschen Verwechslungspotenzial, sagen wir es mal so.

00:57:08.701 --> 00:57:15.300
<v Tim Pritlove>Aber trotzdem, das ist ja eigentlich das, was hier gemacht wird, dass man sich mehr Gedanken darüber macht,

00:57:15.301 --> 00:57:20.300
<v Tim Pritlove>nicht nur, was wäre die richtige Politik, über die wir uns ja eigentlich am laufenden Meter unterhalten.

00:57:20.301 --> 00:57:25.700
<v Tim Pritlove>Jeder hat immer so einen Beitrag zu leisten mit, ja man sollte ja das machen und warum wird denn das nicht getan und so.

00:57:25.701 --> 00:57:31.200
<v Tim Pritlove>Und die Antwort ist ja oft, ja weil du nicht mitmachst oder wenn du das Angebot bekommen würdest,

00:57:31.201 --> 00:57:39.400
<v Tim Pritlove>dann es halt einfach bleiben lässt oder dich nicht in dem Maße einbringst, wie man es jetzt erhoffen würde.

00:57:39.401 --> 00:57:44.300
<v Tim Pritlove>Und das hat ja auch so ein bisschen was damit zu tun, das steckt ja hier auch mit drin,

00:57:44.301 --> 00:57:50.700
<v Tim Pritlove>überhaupt auch ein Bewusstsein über die Effizienz solcher Maßnahmen zu haben.

00:57:50.701 --> 00:57:53.200
<v Tim Pritlove>Also ja, sie könnten an sich wirken, tun sie aber nicht, weil die Leute machen nicht mit.

00:57:53.201 --> 00:57:54.900
<v Tim Pritlove>Warum machen denn die Leute nicht mit?

00:57:54.901 --> 00:57:58.400
<v Tim Pritlove>Ja, weil das und das.

00:57:58.401 --> 00:58:07.200
<v Tim Pritlove>Also meine Frage ist sozusagen oder meine Aussage, ist diese Untersuchung auch so ein bisschen so ein Plädoyer,

00:58:07.201 --> 00:58:13.800
<v Tim Pritlove>so was genereller auf die Gesellschaft loszulassen, solche Studien oder solche Befragungen,

00:58:13.801 --> 00:58:19.600
<v Tim Pritlove>mehr Teil eines sozialpolitischen Prozesses werden zu lassen?

00:58:19.601 --> 00:58:26.700
<v Andrea Rumler>Ich gehe erst mal einen Schritt zurück und versuche mal, das Wort Marketing, keine Sorge, keine Diskussion, was ist Marketing,

00:58:26.701 --> 00:58:33.900
<v Andrea Rumler>aber jetzt mal zu ersetzen, ganz westlich ist doch die Frage, wie kommuniziere ich mit den Leuten?

00:58:33.901 --> 00:58:36.900
<v Andrea Rumler>Und das hatte ich ja eben schon gesagt, das war unsere Ausgangshypothese, dass wir denken,

00:58:36.901 --> 00:58:41.200
<v Andrea Rumler>und das hat die Untersuchung auch bestätigt, es geht nicht darum, dass die Leute Mieterstrom nicht gut finden,

00:58:41.201 --> 00:58:50.500
<v Andrea Rumler>die meisten Leute auch, die überwältigende Mehrheit der Leute, auch die den nicht beziehen, finden Mieterstrom ein gutes Konzept.

00:58:50.501 --> 00:58:58.800
<v Andrea Rumler>Aber sie beziehen ihn nicht, weil die Gründe haben wir schon genannt, vom Preis bis zur Bequemlichkeit

00:58:58.801 --> 00:59:03.100
<v Andrea Rumler>und aber auch, weil die Kommunikation noch verbesserungsfähig wäre.

00:59:03.101 --> 00:59:10.500
<v Andrea Rumler>Und das ist das, woran wir arbeiten wollten und wir sind auch gerade dabei, ein Folgeprojekt zu beantragen,

00:59:10.501 --> 00:59:13.000
<v Andrea Rumler>wo wir so was überprüfen wollen.

00:59:13.001 --> 00:59:20.100
<v Andrea Rumler>Wir wollen eine Wohnanlage nehmen und sozusagen die Hälfte der Häuser mit unserer Kommunikation ausrüsten, so wie wir die machen würden.

00:59:20.101 --> 00:59:25.100
<v Andrea Rumler>Wir, die Wissenschaftlerinnen, die an dem Projekt arbeiten, und Wissenschaftler,

00:59:25.101 --> 00:59:29.900
<v Andrea Rumler>versus sozusagen die bisherige Kommunikation, um dann mal wirklich zu zeigen,

00:59:29.901 --> 00:59:35.800
<v Andrea Rumler>davon gehen wir auf jeden Fall aus, um wieviel kann man die Beteiligung an den Projekten dann steigern,

00:59:35.801 --> 00:59:42.800
<v Andrea Rumler>wenn man mit den Leuten so kommuniziert, wie die Marketingwissenschaftler, Entschuldigung für das Wort,

00:59:42.801 --> 00:59:47.200
<v Andrea Rumler>wie die Marketingwissenschaftler das empfehlen.

00:59:47.201 --> 00:59:49.900
<v Tim Pritlove>Also so ein AB-Test sozusagen ganz klassisch?

00:59:49.901 --> 00:59:52.600
<v Andrea Rumler>Ja.

00:59:52.601 --> 00:59:59.100
<v Andrea Rumler>So was war noch mal die zweite Frage?

00:59:59.101 --> 01:00:04.500
<v Tim Pritlove>Ja, inwiefern das… also auch wenn es jetzt vielleicht kein tolleres Wort gibt oder das vielleicht auch egal ist,

01:00:04.501 --> 01:00:09.200
<v Tim Pritlove>also ich wollte das jetzt nicht schlecht reden, ich wollte nur sagen, es ist ja in der Wahrnehmung so,

01:00:09.201 --> 01:00:14.100
<v Tim Pritlove>dass es sich hier so um ein marktwirtschaftliches, privatwirtschaftliches Instrument handelt.

01:00:14.101 --> 01:00:17.300
<v Tim Pritlove>Und nicht unbedingt jetzt eine wissenschaftliche Methode.

01:00:17.301 --> 01:00:23.300
<v Tim Pritlove>Es ja aber hier an dieser Stelle ganz konkret ja benutzt wird, um eben politisch etwas zu ändern

01:00:23.301 --> 01:00:30.000
<v Tim Pritlove>oder sagen wir mal, gesellschaftspolitisch etwas zu ändern, Verhaltensänderung zu fördern,

01:00:30.001 --> 01:00:36.100
<v Tim Pritlove>wo man einfach sieht, naja wäre halt für alle besser, wenn man das tun würde, warum tun es denn nicht alle?

01:00:36.101 --> 01:00:44.500
<v Tim Pritlove>Aha, es sind ja gar nicht alle dagegen, sondern es fehlen einfach nur ganz kleine Schubser, diese Nudger sozusagen.

01:00:44.501 --> 01:00:45.400
<v Andrea Rumler>Ja.

01:00:45.401 --> 01:00:53.800
<v Tim Pritlove>Man muss eigentlich nur hier und da was machen und das ist ja dann auch oft weniger energieintensiv, das zu tun,

01:00:53.801 --> 01:00:56.000
<v Tim Pritlove>jetzt mal im wahrsten Sinne des Wortes.

01:00:56.001 --> 01:01:03.900
<v Tim Pritlove>Man könnte also mit relativ kleinen begleitenden Maßnahmen Leute dazu bringen, dass andere Dinge sich überhaupt erst lohnen,

01:01:03.901 --> 01:01:08.600
<v Tim Pritlove>losgetreten werden können, Förderungen auch Sinn machen, besser akzeptiert werden.

01:01:08.601 --> 01:01:15.000
<v Tim Pritlove>Wir haben ja gerade in diesem Energiebereich oft auch diesen Fall, ja okay, wir habe jetzt hier so ein neues Förderprojekt aufgesetzt so,

01:01:15.001 --> 01:01:24.500
<v Tim Pritlove>hat aber keiner bezogen oder auch in der Corona-Pandemie, ja alle Schulen können sich jetzt irgendwie Filteranlagen bestellen,

01:01:24.501 --> 01:01:25.600
<v Tim Pritlove>macht aber dann keiner.

01:01:25.601 --> 01:01:27.100
<v Tim Pritlove>Ja warum denn nicht?

01:01:27.101 --> 01:01:33.800
<v Tim Pritlove>Ja, weil Bürokratie, Aufwand, Zeit, falsch verstanden, keine Ahnung, irgendwas.

01:01:33.801 --> 01:01:35.900
<v Tim Pritlove>Und man weiß dann halt gar nicht, ja warum denn nicht?

01:01:35.901 --> 01:01:40.900
<v Tim Pritlove>Die Politik kommt dann schnell so, ja wollte ja keiner haben, brauchen wir nicht mehr zu machen,

01:01:40.901 --> 01:01:45.500
<v Tim Pritlove>obwohl es vielleicht einfach nur so ein reines Prozessmanagement am Ende ist,

01:01:45.501 --> 01:01:50.200
<v Tim Pritlove>aber keiner dann sich die Zeit nimmt, sich wirklich anzuschauen, ja warum denn eigentlich nicht.

01:01:50.201 --> 01:01:54.900
<v Andrea Rumler>Gut, jetzt werde ich mal sozusagen fast philosophisch und sage, das ist ein Problem,

01:01:54.901 --> 01:02:02.900
<v Andrea Rumler>was die Politik schon lange hat, dass sie eigentlich letztlich gar nicht richtig kommuniziert hat mit den Bürgern.

01:02:02.901 --> 01:02:08.200
<v Andrea Rumler>Es gibt aber auch Leute, das ist ja jetzt nicht neu das Problem und es gibt auch schon Politiker, die das erkannt haben,

01:02:08.201 --> 01:02:18.700
<v Andrea Rumler>aber es ist eben ein längerer Prozess und ja klar, das können natürlich auch nicht die Wissenschaftler alleine lösen,

01:02:18.701 --> 01:02:23.900
<v Andrea Rumler>überhaupt nicht, das erfordert in der Tat eben eine Umgestaltung von Prozessen,

01:02:23.901 --> 01:02:28.900
<v Andrea Rumler>so was wie Bürgerräte zu bestimmten Themen zum Beispiel.

01:02:28.901 --> 01:02:37.800
<v Andrea Rumler>Aber wie gesagt, verlässt jetzt das Mieterstrom-Thema und verlässt auch sozusagen unseren kleinen Beitrag zu dem Thema.

01:02:37.801 --> 01:02:44.400
<v Andrea Rumler>Unser kleiner Beitrag zu dem Thema ist wie gesagt, zu sagen, ändert ein bisschen an der Kommunikation

01:02:44.401 --> 01:02:49.600
<v Andrea Rumler>und wir vermuten ganz stark, dass das deutliche Auswirkungen haben könnte.

01:02:49.601 --> 01:02:58.500
<v Andrea Rumler>Aber eben auch der Aufruf an die Politik, ändert die Rahmenbedingungen und baut gefälligst diese völlig überbordende Bürokratie ab.

01:02:58.501 --> 01:03:04.400
<v Tim Pritlove>Über die wir jetzt noch gar nicht so viel gesprochen haben, inwiefern die eigentlich jetzt das Problem ist.

01:03:04.401 --> 01:03:10.100
<v Tim Pritlove>Ich sage mal, wenn man so ein Haus hat jetzt nur voll motivierte Mieter, die sagen,

01:03:10.101 --> 01:03:15.500
<v Tim Pritlove>ja, Mieterstrom, warum nicht gestern schon, ich bin dabei.

01:03:15.501 --> 01:03:20.500
<v Tim Pritlove>100 Prozent aller Mieter in so einem Haus wollen das haben, der Vermieter sagt, ja, top, spitze, machen wir sofort.

01:03:20.501 --> 01:03:23.900
<v Tim Pritlove>Und dann?

01:03:23.901 --> 01:03:29.600
<v Andrea Rumler>Ich kann leider den bürokratischen Prozess gar nicht beschreiben, weil ich das Vergnügen noch nicht hatte, das beantragen zu müssen.

01:03:29.601 --> 01:03:30.100
<v Tim Pritlove>Aber er ist komplex,

01:03:30.101 --> 01:03:37.600
<v Andrea Rumler>Aber er ist komplex und wir haben während das Projekt lief und eben so an der ein oder anderen Stelle darüber berichtet wurde,

01:03:37.601 --> 01:03:42.200
<v Andrea Rumler>lange Emails von Hausbesitzern bekommen, also von Privatpersonen,

01:03:42.201 --> 01:03:47.700
<v Andrea Rumler>jetzt weniger von Wohnungsbaugesellschaften, von Privatpersonen, die sagten, wir würden das auch so gerne machen

01:03:47.701 --> 01:03:53.800
<v Andrea Rumler>und wir sind so frustriert über die Bürokratie oder wir haben es gemacht und wir haben es bitterlich bereut,

01:03:53.801 --> 01:04:01.000
<v Andrea Rumler>bitte sorgt dafür, dass das auch an die Politik dringt unsere Bedenken, das kann einfach nicht sein.

01:04:01.001 --> 01:04:04.100
<v Andrea Rumler>Und das sind ja Sachen, die man dann vorher unterschätzt.

01:04:04.101 --> 01:04:09.300
<v Andrea Rumler>Also es ist wie gesagt auch der wohlmeinende Vermieter, der sagt, ich möchte die Energiewende unterstützen,

01:04:09.301 --> 01:04:11.900
<v Andrea Rumler>ich möchte da was tun und ich bin auch bereit, mich damit zu beschäftigen,

01:04:11.901 --> 01:04:17.000
<v Andrea Rumler>aber der dann irgendwann nur noch entnervt ist oder die.

01:04:17.001 --> 01:04:25.700
<v Tim Pritlove>Ich frage mich gerade, ob das nicht dann auch schon wieder ein interessanter Ansatz wäre für noch weitergehende interdisziplinäre Forschung

01:04:25.701 --> 01:04:30.100
<v Tim Pritlove>bis hin in die Politikwissenschaft hinein vielleicht,

01:04:30.101 --> 01:04:44.000
<v Tim Pritlove>um dann sozusagen auch diese Empfehlungskaskade bis eben auch in diesen bürokratischen Prozess zurückschwappen zu lassen, so zur Optimierung.

01:04:44.001 --> 01:04:50.200
<v Andrea Rumler>Also da ist überhaupt nichts gegen zu sagen, auf gar keinen Fall, das denke ich auch, das wäre sinnvoll.

01:04:50.201 --> 01:04:53.600
<v Tim Pritlove>Insofern könnten ja Folgeprojekte sich dann auch noch ganz anders gestalten.

01:04:53.601 --> 01:04:54.800
<v Andrea Rumler>/lacht/

01:04:54.801 --> 01:04:56.300
<v Tim Pritlove>Ich weiß nicht, ob man so breit denkt.

01:04:56.301 --> 01:05:04.500
<v Tim Pritlove>Ich meine, war ja am Anfang schon so ein bisschen meine Vermutung, ja, okay Wirtschaft, Recht und so passt ja alles ganz gut zusammen,

01:05:04.501 --> 01:05:05.200
<v Tim Pritlove>dass man so was halt auch breiter aufstellt.

01:05:05.201 --> 01:05:09.800
<v Tim Pritlove>Ich meine, in gewisser Hinsicht war das ja hier dann doch eine sehr scharfkantige Aufgabe,

01:05:09.801 --> 01:05:19.400
<v Tim Pritlove>in Zusammenarbeit eben mit der HTW, die dann eben auch konkret diesen ganzen solartechnischen konkreten technisch gesteuerten Bereich abdeckt,

01:05:19.401 --> 01:05:26.300
<v Tim Pritlove>eine gute Kooperation, aber grundsätzlich kann man sich ja auch solche Wissenschaftsprojekte vorstellen,

01:05:26.301 --> 01:05:34.400
<v Tim Pritlove>die dann eben noch größeres Empfehlungspaket am Ende ja auch liefern können sozusagen.

01:05:34.401 --> 01:05:38.900
<v Andrea Rumler>Auf jeden Fall und noch schöner wäre es, wenn es umgesetzt würde.

01:05:38.901 --> 01:05:46.200
<v Tim Pritlove>Ja. Haben wir denn jetzt schon alle Aspekte abgedeckt?

01:05:46.201 --> 01:05:50.300
<v Tim Pritlove>Also Anschlussprojekt hatten Sie ja schon erwähnt, soll kommen, aber ist jetzt sozusagen noch nicht beschlossene Sache.

01:05:50.301 --> 01:05:53.900
<v Andrea Rumler>Genau.

01:05:53.901 --> 01:05:58.100
<v Andrea Rumler>Ja, wir sind dabei, das zu beantragen.

01:05:58.101 --> 01:06:02.700
<v Andrea Rumler>Die Institution, die uns gefördert hat, haben wir noch gar nicht drüber geredet,

01:06:02.701 --> 01:06:09.400
<v Andrea Rumler>es gibt in Berlin ein Institut für angewandte Forschung, was eben solche Projekte mit finanziert,

01:06:09.401 --> 01:06:14.000
<v Andrea Rumler>die haben uns sehr geholfen, bei denen wollen wir wie gesagt das Folgeprojekt auf jeden Fall beantragen.

01:06:14.001 --> 01:06:19.000
<v Andrea Rumler>Und wie gesagt, wir fänden das toll, wenn wir das auch überprüfen können,

01:06:19.001 --> 01:06:25.100
<v Andrea Rumler>ob das, was wir rausgefunden haben, auch tatsächlich so funktioniert.

01:06:25.101 --> 01:06:31.700
<v Andrea Rumler>Und wir haben im Herbst letzten Jahres eine größere Online-Veranstaltung gehabt mit unseren Projektpartnern,

01:06:31.701 --> 01:06:36.000
<v Andrea Rumler>da war eine Reihe von Beteiligten drin, aber auch eine Reihe von Wohnungsbaugesellschaften,

01:06:36.001 --> 01:06:39.300
<v Andrea Rumler>die sich dazugeschaltet haben, also es war gar nicht so klein.

01:06:39.301 --> 01:06:44.300
<v Andrea Rumler>Und die haben einen halben Tag sehr intensiv sich die Ergebnisse angehört und darüber diskutiert,

01:06:44.301 --> 01:06:47.200
<v Andrea Rumler>wie sie das in ihren Projekten umsetzen können.

01:06:47.201 --> 01:06:53.900
<v Andrea Rumler>Also wir möchten das gewonnene Wissen, was wir jetzt haben, auch gerne an die Praxis weitergeben.

01:06:53.901 --> 01:06:57.200
<v Andrea Rumler>Und wie gesagt, haben angefangen, wollen das aber auch gerne weitermachen,

01:06:57.201 --> 01:07:01.700
<v Andrea Rumler>weil ansonsten, wenn man die Ergebnisse der Wissenschaft nicht verwendet,

01:07:01.701 --> 01:07:05.500
<v Andrea Rumler>dann braucht man sie auch nicht zu erheben.

01:07:05.501 --> 01:07:09.400
<v Tim Pritlove>Klar. Ich könnte mir vor allem auch vorstellen, dass man das auch noch ganz gut erweitern kann,

01:07:09.401 --> 01:07:17.300
<v Tim Pritlove>von Strom auf das ganz große Problem oder Heizens, was ja eigentlich noch ein sehr viel größerer zu hebender Stein ist an der Stelle.

01:07:17.301 --> 01:07:24.300
<v Tim Pritlove>Ist da schon mal drüber diskutiert worden, dass die HTW das Fass auch noch aufmacht?

01:07:24.301 --> 01:07:25.400
<v Andrea Rumler>Die HTW oder die HWR, meine?

01:07:25.401 --> 01:07:27.200
<v Tim Pritlove>Ja, wer auch immer sich drum kümmern möchte.

01:07:27.201 --> 01:07:32.100
<v Tim Pritlove>Aber da es ja, sagen wir mal, an der Stelle nur eine andere Technik ist, aber eine ähnliche Problematik.

01:07:32.101 --> 01:07:38.000
<v Andrea Rumler>Ja, ich würde die Frage fast an meinen nicht anwesenden Forschungspartner, Volker Quaschning, geben,

01:07:38.001 --> 01:07:44.200
<v Andrea Rumler>der sich sicherlich auch damit beschäftigt, aber aus Marketing-Sicht, wie gesagt,

01:07:44.201 --> 01:07:51.400
<v Andrea Rumler>wir sind jederzeit bereit, alle Gruppen zu untersuchen und zu evaluieren,

01:07:51.401 --> 01:07:52.700
<v Andrea Rumler>nur die Heizungsanlagen können wir nicht konzipieren.

01:07:52.701 --> 01:07:59.800
<v Tim Pritlove>Genau. Volker Quaschning, den wir hier auch in Forschergeist auch schon im Gespräch hatten vor vier Jahren,

01:07:59.801 --> 01:08:07.100
<v Tim Pritlove>Forschergeist Nummer 53, ich sehe gerade den Untertitel, der steinige Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung,

01:08:07.101 --> 01:08:12.100
<v Tim Pritlove>der ist nach wie vor steinig, aber auch solche Projekte helfen natürlich dabei,

01:08:12.101 --> 01:08:15.200
<v Tim Pritlove>hier das Pflaster ein bisschen erträglicher zu machen.

01:08:15.201 --> 01:08:19.800
<v Tim Pritlove>Ja, Frau Rumler, bleibt mir nur, vielen Dank zu sagen für das Gespräch.

01:08:19.801 --> 01:08:21.000
<v Andrea Rumler>Ja, ich bedanke mich.

01:08:21.001 --> 01:08:27.700
<v Tim Pritlove>Ja und natürlich auch, danke für das Zuhören hier bei Forschergeist, bald geht es wieder weiter.

01:08:27.701 --> 01:08:30.800
<v Tim Pritlove>Bis dahin sage ich, tschüss und bis bald.
